Die Hand, die verletzt - SvV

Forum: Psychopathologie - Psychische Störungen


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Die Hand, die verletzt - SvV

Beitragvon Vordb » 22. Mai 2008 - 21:28


http://www.psyke.org/

...über die Abhängigkeit sich selbst zu verletzen.
Ich hab diese Zeit endlich hinter mir, auch wenn der Drang oft noch da ist.
Ihm steht das Wissen entgegen das es nichts ändert.
Ω
Vordb

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Beitragvon Svart-Vinter » 23. Mai 2008 - 10:19


Die Bilder von der Seite die zum Download stehen, habe ich mir runter geladen und einen Teil schon angeguckt. *seufz*
Mir tut es weh, sich das Leid in die Haut geritzt anzuschauen.

Vielleicht kann der Threadersteller noch etwas dazu erzählen, für diejenigen, die nicht wissen, was es ist und was es auslöst...
Was ich festgestellt habe ist, dass die meisten Betroffenen kein Problem damit haben, ihre Wunden zu fotografieren und sie zur Schau zu stellen.

Das ist bestimmt nicht negativ gemeint, aber ich fasse es als eine Art Hilfeschrei auf, als ein "auf sich aufmerksam" machen.


Liebe Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon InDustriaL Razor » 27. Mai 2008 - 16:37


Eine gute Lektüre zum Thema "schneiden" find eich "Anders leben" von Darkangel. Dieses Buch hat mich wirklich gefesselt!
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Beitragvon Hagazussa » 27. Mai 2008 - 19:03


@InDustrial Razor
Und wieso hat Dich dieses Buch so gefesselt?
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
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Beitragvon InDustriaL Razor » 28. Mai 2008 - 17:42


Ich fand es sehr schön,nich immer von diesem Fachgeplenkel umgeben zu sein und es mal "aus erster Hand" zu erfahren. Zudem fand ich die längere geschichte "BorderlineCase" zwar leicht merkwürdig,aber doch traurig. ich musste sie 3 mal lesen.
Kennst du das Buch auch?
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Beitragvon Hagazussa » 28. Mai 2008 - 18:28


Nein, das Buch kenne ich nicht. Ich habe mich bisher nicht mit so etwas
beschäftigt.
Aber das kann man ja nachholen... :lol:

Ich kann Dir das nachempfinden, manche Bücher sind sehr trocken und sehr fachlich geschrieben. Die Autoren vergessen oft, das manche Themen eben auch den "normalen" Menschen interessieren.
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
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Beitragvon InDustriaL Razor » 29. Mai 2008 - 17:55


Ja,es ist ja richtig,Fakten ebenso zu erwähnen,aber da sind geschichten von betroffenen meist interessanter
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Beitragvon Vordb » 31. Mai 2008 - 21:58


Den Link habe ich gepostet weil es ein Thema ist das mich selbst betrifft.... bzw betroffen hat.
Irgendwann kam die Erkenntnis das es nichts ändert, auch wenn es zeitweise wie eine Sucht war.
Es fing zum ersten mal mit 13 an....
Das Verlangen danach war ganz normal, so wie für andere Leute das Essen.

Mit der Zeit ging es.... wurde immer weniger....
dann war jahrelang Ruhe.
Im Winter Ende 2006 passierte es jedoch noch einmal.
Anfang 2008 war einmal der Drang auch ganz stark wieder da....
Einfach nur den Druck weg zu nehmen.
Aber in der Dusche zu sitzen unter eiskaltem Wasser bis es weh tat hat geholfen.

Ich muß dabei auch sagen das ich seit ende 2006 auch in fast totaler
Isolation lebe.
Da ich umgezogen bin und bis heute keinerlei Kontakte hier in der Gegend geschlossen habe.
Sprich, es gibt also niemanden vor dem ich groß damit rum prollen könnte.
So wie es viele Leute oft tun...
Ω
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Beitragvon Hagazussa » 31. Mai 2008 - 22:28


Vordb hat folgendes geschrieben
Irgendwann kam die Erkenntnis das es nichts ändert, auch wenn es zeitweise wie eine Sucht war.
Es fing zum ersten mal mit 13 an....
Das Verlangen danach war ganz normal, so wie für andere Leute das Essen.

Das ist krass. :shock:
Gab es denn irgendeinen Auslöser dafür?
Ich habe mal eine Doku über eine Klinik gesehen, in der diese Menschen versucht haben das "Problem" zu bewältigen.
Was sie aber kaum geschafft haben. Dann kannst Du doch schon mal stolz auf Dich sein, das Du erkannt hast, das sich dadurch nichts ändert.
Was mich jetzt interessiert, wenn ich fragen darf?
Wie ist das, wenn man sich selbst verletzt hat?
Ist das so wie eine Art "Überdruck"? Wenn man den nicht löst, platzt etwas?
Ich hoffe, ich trete Dir jetzt nicht zu Nahe....
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Beitragvon Vordb » 31. Mai 2008 - 23:35


hmm ...
es war ... naja, als ob es sein MUSS.
in bestimmten Situationen, mußte es einfach sein....
vll auch um durch den Schmerz wach zu werden da ich immer Sägeklingen benutzte von Messern anstatt den "üblichen" Rasierklingen.
Anfangs fand ich es nur toll, später war es eben was ganz normales...
sprich man kam heim, hörte Musik und schnitt sich....
Später kam es dann durch bestimmte Situationen das einem alles zu viel wurde, oder aus Selbsthass.
Das Gefühl... "Jetzt hast du wieder scheiße gebaut du blödes Arschloch, na warte wenn wir zu Hause sind" war auch da.

Die Narben auf den Armen sind derweil übertätowiert.
Da es mich gestört hat. Ich wurde zu oft darauf angesprochen und wollte das nicht. Und es ging die Leute an sich nix an.

Durch den Film "the abyss" bekam ich zum ersten mal davon mit.
Als der Soldat sich permanent Wunden zufügt um den enormen Streß ab zu bauen...

Es ist eben schon etwas her....
Ω
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