Deutschland - Gesetze und dessen Bürokratie

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Deutschland - Gesetze und dessen Bürokratie

Beitragvon Svart-Vinter » 17. Mai 2008 - 23:12


Wie der Titel schon sagt, es geht um die Gesetze und allgemein um die Politik in Deutschland.
Die Idee zu diesem Thema kommt aus diesem Thread: http://www.unknown-quantity.de/ftopic160.html

Was haltet ihr von den Gesetzen hier in Deutschland? Seid ihr schon in einen Konflikt damit geraten?

Stand das Gesetz schon mal gegen euch oder konntet ihr sogar schon einmal Profit aus einem unserer Gesetze schlagen?


Liebe Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Beitragvon Lirias » 17. Mai 2008 - 23:21


Nun, es ist interessant zu wissen, dass 2/3 aller Steuergesetze weltweit in deutscher Sprache verfasst sind ^^
Lirias

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Beitragvon Vordb » 21. Jun 2008 - 15:25


Jaja, die Blödsinnigkeit des deutschen Rechtssystems....

Vor einiger Zeit kaufte ich mir ein interessantes Buch zu dem Thema...
Ralf Höcker/Carsten Brennecke
Lexikon der kuriosen Rechtsfälle

Hier mal zwei Ausschnitte (Get ready for Schwachsinn)
------------------------------------------------------------------------------------
...So sah es wohl auch das Sozialgericht Dortmund, das sich ernsthaft
mit der Frage beschäftigen mußte, ob der Sturz eines schlafenden Beamten von seinem Bürostuhl auf den Boden des Arbeitszimmers einen Arbeitsunfall darstellte.
Der Beamte zog sich dabei Verletzungen zu - sein Leid wurde
jedoch sanft abgefedert.
Denn das Sozialgericht Dortmund stellte fest:
Wer während der Arbeit einschläft, vom Bürostuhl fällt und sich dabei verletzt, hat einen Arbeitsunfall erlitten, jedenfalls dann, wenn er infolge betrieblicher Überarbeitung vom Schlaf übermannt worden ist *
Wie der Beamte diesen Erschöpfungszustand während der Dienstzeit erreichen konnte, läßt sich dem Urteil leider nicht entnehmen

* SG Dortmund, Az S36 U294/97
-----------------------------------------------------------------------------------
Waldverbot für "ungehöriges" Benehmen:

Auch im Wald muß man sich benehmen, sonst drohen drastische Sanktionen. Ein 48 Jahre alter Gymnasiallehrer geriet im Wald beim Ausführen seines Hundes mit drei Jägern in Streit. Die Waidmänner waren der Auffassung dass er sich im Wald absichtlich zu laut verhielt, und zogen gegen ihn wegen unzulässiger Jagdstörung vor Gericht. Das Gericht gab ihnen Recht: Wer seinen Hund im Wald ausführen wolle, müsse Rücksicht auf ansitzende Jäger nehmen so das Amtsgericht Zelle.
Letztlich einigten sich beide Parteien auf einen Vergleich:
Demnach durfte der Lehrer ab sofort an zwei Wochentagen nur zu bestimmten Zeiten im Wald spazieren gehen, so dass gewährleistet war, das er den Jagderfolg der Waidmänner nicht mehr vereitelte*

*AG Celle, Az. 15 C 1953/01
-------------------------------------------------------------------------------------
Hessische Landsverfassung:
Artikel 21
Todesstrafe

Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf Grund der Strafgesetze durch richterliches Urteil die Freiheit und die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen oder beschränkt werden.
Bei besonders schweren Verbrechen kann er zum Tode verurteilt werden.
-------------------------------------------------------------------------------------
Vorderpfälzer lügen immer

Das Landgericht Mannheim hatte über die Glaubwürdigkeit eines zeugen aus der Vorderpfalz zu befinden.
Es kam zu dem Ergebnis, das man dem zeugen nicht glauben könne. Äußerst bemerkenswert war die Begründung des Richters, die dezidierte Vorstellung über das Wesen der Vorderpfälzer zum Ausdruck brachten.
Der folgendes Auszug ist dem Urteil wörtlich entnommen:

Es handelt sich hier um eine Erscheinung, die speziell für den vorderpfälzischen Raum typisch und häufig ist, allerdings bedarf es spezieller landes- und volkskundlicher Erfahrung, um das zu erkennen - Stammesfremde vermögen das zumeinst nur, wenn sie seit längerem in unserer Region heimisch sind. Es sind Menschen von, wie man meinen könnte, heiterer Gemütsart und jovialen Umgangsformen, dabei jedoch mit einer geradezu extremen Antriebsarmut deren chronischer Unfleiß sich naturgemäß erschwerend auf ihr berufliches Fortkommen auswirkt.
Da sie jedoch auf ein gewisses träges Wohlleben nicht verzichten können - sie müssten ja dann hart arbeiten-, versuchen sie sich durchzuwursteln und bei jeder Gelegenheit durch irgendwelche Tricks Pekuniäres für sich heraus zu schlagen. Wehe jedoch, wenn man ihnen dann etwas streitig machen will!
Dann tun sie alles, um das einmal Erlangte nicht wieder Herrausgeben zu müssen, und scheuen auch nicht davor zurück, notfalls jemanden in die Pfanne zu hauen, und dies mit dem freundlichsten Gesicht.
Es spricht einiges dafür, dass auch der Zeuge V mit dieser Lebenseinstellung bisher über die Runden gekommen ist.
Mit Sicherheit hat er nur zeitweise richtig gearbeitet.
Angeblich will er nach dem Hinauswurf durch den Angeklagten weitere Arbeitsstellen inne gehabt haben, war jedoch auf Nachfrage nicht in der Lage, auch nur eine zu nennen!
Und wenn man sieht, das der Zeuge schon jetzt, im Alter von noch nicht einmal 50 Jahren, ernsthaft seine Frühberentung ansteuert, dann bestätigt dies nur den gehabten Eindruck.
Auf einen solchen Zeugen, noch dazu als einzigem Beweißmittel, kann verständlicherweise eine Verurteilung nicht aufgebaut werden.*

* LG Mannheim, Az (12) 4 Ns 48/96

Noch Fragen :?:
Ω
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Deutschland - Gesetze und dessen Bürokratie

Beitragvon Hagazussa » 11. Jul 2008 - 21:18


Es fängt ja schon schon bei den kleinen Dingen des Lebens an.

Eine Freundin von mir mußte leider Harzt IV beantragen.
Was sie da alles Offenlegen mußte, war schon der Hammer.

Es fing schon damit an, das sie zu dem Amt gehen mußte um einen Termin zu machen. Und das nicht telefonisch(was ja eigentlich Sinn macht) Nein, sie mußte persönlich da Vorsprechen.
Dann hat sie einen Termin bekommen und durfte wieder gehen, um zu dem Termin wiederzukommen. (was ein Schwachsinn)

Als sie dann zu dem Termin wieder kam, war das sehr erniedrigend für sie.
Sie mußte alles, aber wiklich alles offenlegen.
Wieviel Bargeld sie im Portomonai hat, was sie an Vermögen hat, was für wertvolle Dinge sie besitzt, sogar was sie an Essensvorräten zu Hause hat und ihr Konto wurde auch überprüft.

Zu allem Übel wurde sie von der "Sachbearbeiterin" dermaßen von oben herab behandelt, als ob die das aus ihrer Tasche zahlen müßte. :roll:

(das wäre ja was für mich gewesen...Grrrrr)

Ich hoffe, ich komme NIEMALS in die Lage auf Harzt IV angewiesen zu sein.

Und was hat dieser nette Herr Harzt gemacht....?
Sich die Taschen dick gemacht....

Und unter dessen Gesetzt, von diesem Ignoranten müssen jetzt so viele Menschen leiden.
Hat sich "Herr Harzt" jemals wirklich Gedanken darüber gemacht, was er damit angerichtet hat?
Ich glaube nicht...

Und sowas hat Einfluß auf unser "ach so Demokratisches" Land.

Einfach nur traurig....Und das macht micht wütend, das man keine Chance
hat, was daran zu ändern.
Wenn du es eilig hast, gehe langsam
Hagazussa

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