Der Unterschied zwischen Missbrauch und Gebrauch

Forum: Missbrauch - Abhängigkeit


Diskussionen und Infos zum Thema: Sucht und Missbrauch, stoffgebunden - nicht stoffgebunden.




Der Unterschied zwischen Missbrauch und Gebrauch

Beitragvon Svart-Vinter » 11. Feb 2008 - 11:07


Mich interessiert, ob es diesen Unterschied gibt und wie genau man ihn definiert.


Liebe Grüße, Vision.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon Gassi » 17. Feb 2008 - 14:02


Gebrauch ist die normale Art einen Gegenstand bzw. Person zu benutzen. Missbrauch ist hier das genau Gegenteil, es es spiegelt nicht das normale in unserer Gesellschaft vorhandene Gebrauchsideal wieder.

Hier ein paar Beispiele....

Baseballschläger
Gebrauch: Für das Sportspiel Baseball
Missbrauch: Als Schlagwaffe

Kinder
Gebrauch: Umsorgen und Ihnen was beibringen
Missbrauch: Schlagen und andere Sachen

Auto
Gebrauch: zum bewältigen von längeren Wegstrecken
Missbrauch: als Waffe, Hilfsmittel für Straftaten usw.

Man sieht klar, das man fast jeden Gegenstand missbrauchen kann. Auch Vertrauen kann man Missbrauchen um seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
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Beitragvon Gast » 19. Mai 2008 - 01:18


@ Gassi: Wo hast du das her?

Remember: "Ist halt so", "weil ich das weiß" oder "das hab ich gehört" zählen nicht als Argumente.
o.-
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Beitragvon kriegnix » 19. Mai 2008 - 10:25


Gebrauch ist die zweckdienliche Nutzung eines Gegenstandes oder einer Sache.

Mißbrauch ist die artfremde Nutzung eines Gegenstandes oder einer Sache.

Beispiele erspare ich mir....da kann jeder seine Fantasie spielen lassen........
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Beitragvon Mr Lou » 19. Mai 2008 - 21:31


Nun hier geht es ja um Sucht und Abhängigkeit.

Der vergleich mit Alkohol: Alkohol als genussmittel ist noch kein Missbrauch, wenn man aber den Alkohol drinkt um so schnell wie möglich möglichst besoffen zu werden, dann ist es Missbrauch. :lol:

Aber häufig hört man von Drogenmissbrauch, was ich seltsam finde, weil man harte Drogen nur missbrauchen kann. Somit müsste es doch eine zweckdienliche Nutzung für harte Drogen geben, was es aber nicht tut. Somit müsste man sagen, dass der zweckdienliche Nutzen von harten Drogen es ist, missbraucht zu werden.

Korrigiert meine Gedankengänge wenn ihr anderer Meinung sind!
Ich bin für Meinungsfreiheit, jeder der anderer Meinung ist kriegt eins aufs Maul.
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Beitragvon Hagazussa » 19. Mai 2008 - 22:39


Soweit ich gelesen habe ist das Thema
Titel: Der Unterschied zwischen Missbrauch und Gebrauch


Aber da gehört natürlich auch der Missbrauch oder Gebrauch von Drogen
dazu.

In der Krebsforschung hat sich gezeigt, das Menschen, die eine Chemotherapie bekommen haben und unter Appettitloskeit litten, durch
Cannabisgenuß wieder Hunger bekamen und sich wesentlich gesünder
fühlten.
Das nenne ich "Gebrauch".

Wenn sich aber jemand kontinuierlich das Gehirn "Matschig" raucht.
Das nenne ich dann "Missbrauch".
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Beitragvon Gast » 20. Mai 2008 - 16:36


Mittlerweile hat Mr Lou die Schwierigkeit, zwischen Ge- und Missbrauch zu unterscheiden, im Drogenbereich schon sehr gut angeschnitten. Dort möchte ich ansetzen: Denn wer setzt denn fest, was Ge- und was Missbrauch ist? Nach den obrigen Beiträgen, könnte man meinen, dass ein Missbrauch dann besteht, wenn ein Mittel negativ-auswirkend zum Einsatz gebracht wird. Ein perfektes Beispiel wäre:

Mr Lou hat geschrieben:Alkohol als genussmittel ist noch kein Missbrauch, wenn man aber den Alkohol drinkt um so schnell wie möglich möglichst besoffen zu werden, dann ist es Missbrauch.


Aber: Wenn jetzt ein Mensch des nachts losgeht, mit dem Entschluss, sich abzuschießen (aus welche Grund auch immer), liegt dies ja dennoch im positiven Grundverlangen des Menschen. Also, muss da noch mehr dahinter stecken, als: Das ist Missbrauch. Hier fehlt das ",weil".
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Beitragvon Hagazussa » 20. Mai 2008 - 19:54


adjectif hat folgendes geschrieben
Aber: Wenn jetzt ein Mensch des nachts losgeht, mit dem Entschluss, sich abzuschießen (aus welche Grund auch immer), liegt dies ja dennoch im positiven Grundverlangen des Menschen. Also, muss da noch mehr dahinter stecken, als: Das ist Missbrauch. Hier fehlt das ",weil".


Was ist denn daran ein "positives" und vor allem "Grundverlangen"?
Grundverlangen ist Hunger, Durst, schlafen...

Das soll jetzt nicht heißen, das ich wie eine Nonne im Kloster lebe.
(obwohl die es ja noch bunter getrieben haben)

Aber wenn ich mich durch Alkohol in einen anderen Gemütszustand
bringe, dann ist das für mich Mißbrauch von Alkohol.
Aber was ist an Alkohol positiv?

Und zu dem "weil"....
Ich trinke weil ich Liebeskummer habe.
Ich trinke weil ich mit der Welt nicht klar komme.
Ich trinke weil dazu gehören muß
Nur ein paar Beispiele...

Ist das nicht Negativ-auswirkend genug?
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Beitragvon kriegnix » 20. Mai 2008 - 20:33


Das soll jetzt nicht heißen, das ich wie eine Nonne im Kloster lebe.
(obwohl die es ja noch bunter getrieben haben)


Ich will sofort ins Kloster!!!!!!!!!!!!!! :D :D :D ....ähäm....... :oops:

Bei Missbrauch gibt es kein " weil " !
Es sind immer nur vorgeschobene Argumente des Handelnden, um sein Wirken vor sich und der Gesellschaft rechzufertigen.

Sobald eine gewisse Grenze überschritten wird handelt es sich nicht mehr um eine typgerechte Nutzung.
Diese Grenzen werden durch Gesetze, die Gesellschaft oder die medizinischen Aspekte festgelegt.
Wer rechtschreipfähler vindet, darf sie behalten.....
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Beitragvon Gast » 20. Mai 2008 - 20:45


Nun, eigentlich war das eher allgemein gemeint, als jetzt speziell an Alkohol zu denken, aber greifen wir Alkohol nochmal auf:
Mir gehts speziell darum, dass man nicht festmachen kann, ab wann es denn Ge- und Missbrauch ist, da man ja die Dinge "bewusst" benutzt. Es ist ja nicht so, dass man "aus Versehen das Opfer von Alkohol" wurde. Man benutzt ja alle Dinge vorsätzlich. Dieses Thema geht meiner Meinung nach schon in die Sparte "wo teilt man gut und schlecht", da doch in diesem Bereich, die Wertung einzig und allein beim Individuum liegt. So kann zum Beispiel das Rauchen von Haschisch in einem Land Missbrauch sein, in einem anderen Gebrauch. Auch wenn ich mich mal wieder vielleicht zu weit aus dem Fenster lehne, aber für einen Menschen, der gerade vor hat. mit einem Baseballschläger jemanden zu verletzen, ist auch der Baseballschläger ein Ge-brauchsgegenstand. Der alleinige Grund, warum wir dennoch unterscheiden, liegt allein in der sittlichen Verhaltensnorm. Fazit würde also lauten: Missbrauch = Abfallprodukt der allgemeinen Ethik. Nicht?
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