Déjà-Vu/Déjà-Vécu

Forum: Parapsychologie - Grenzsituationen


Nahtoderfahrungen, Psychokinese, Präkognition, Außerkörperliche Erfahrungen.




Déjà-Vu/Déjà-Vécu

Beitragvon Mike » 30. Sep 2008 - 08:19


Der Verstand ist schon eine wundervolle Sache - doch bis zum heutigen Tage gibt er uns viele Rätsel auf. Die Wissenschaft kann eigenartige Phänomene beschreiben, jedoch keine Ursachen für ihre Existenz nennen. Der eine oder andere mag ein oder zwei der folgenden mysteriösen Phänomene des Verstandes kennen, viele sind außerhalb der psychologischen Fachwelt jedoch unbekannt. Dies ist eine Sammlung der zehn rätselhaftesten "mentalen Phänomene".

"Wir alle haben schon einmal das uns gelegentlich überkommende Gefühl gehabt, als sei das, was wir sagen und tun, bereits schon einmal gesagt oder getan worden, in einer vergangenen Zeit. Dass wir von den selben Gesichtern, Gegenständen und Situationen umgeben sind, die wir aus einem vergangenen Moment zu kennen scheinen, als ob wir genau wissen, was als nächstes gesagt wird und plötzlich erinnern wie uns daran!" - Charles Dickens

10. Déjà Vu

Bei einem Déjà Vu durchlebt man die Vorstellung, als habe man eine neue Situation schon einmal erlebt - man fühlt sich, als ob das Ereignis schon einmal passiert ist oder sich wiederholt. Die Erfahrung wird oft von einem starken Gefühl der Vertrautheit und einem Gefühl von Unheimlichkeit und Seltsamkeit begleitet. Das "vorherige" Ereignis wird oft einem Traum zugeschrieben, manchmal hat man jedoch das starke Gefühl, als habe es wirklich in der Vergangenheit stattgefunden.

9. Déjà Vécu

Ein Déjà Vécu haben die meisten Menschen in Wirklichkeit, wenn sie glauben, dass sie ein Déjà Vu erleben. Bei einem Déjà Vu hat man das Gefühl, als durchlebe man eine bekannte Situation ein zweites Mal, wohingegen ein Déjà Vécu die Erfahrung ist, als habe man eine Situation schon einmal gesehen, jedoch in großem Detail, etwa durch Wiedererkennung bestimmter Gerüche und Geräusche. Oft wird diese Wahrnehmung auch von einem starken Gefühl begleitet, als wisse man genau, was als nächstes passiert. Nicht selten weiß man nicht nur, was als nächstes passiert, man ist sogar in der Lage anderen Leuten um sich herum zu sagen, was gleich passiert. Dies ist eine sehr gruselige und unerklärliche Situation.

Quelle: Allmystery

Ich wusste bisher nicht, dass man in Deja-Vu und Deja-Vecu (die Accents Mal weggelassen, weils auf Dauer zu aufwendig zum Schreiben ist*g*) unterscheidet. Als Kind hatte ich recht häufig Deja-Vus - dachte ich zumindest bis heute. Dabei waren es eigentlich allesamt Deja Vecus. Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, dass ich mit meinem Vater im Auto saß und weiß auch noch, WO das war. Jedenfalls hatte ich auf ein Mal das Gefühl, wie es in Filmen oft dargestellt wird (z.B. bei Butterfly Effect): Die Umwelt wird zuerst zurückgezoomt und dann näher rangezoomt. Jedenfalls kam mir die Situation sehr bekannt vor, und ich wusste: Gleich kommt von rechts ein Krankenwagen über die Kreuzung geschossen, mit Blaulicht aber ohne Sirene. Und was war? Tatsächlich - die Ampel schaltete auf Rot, wir mussten warten und in dem Moment kam der Krankenwagen. Ich sagte bewusst "ohne Sirene", da sonst die Erklärung ja leicht gewesen wäre, wieso ich das wusste.
Tatsache war jedoch, dass keinerlei Anzeichen dafür vorhanden waren, dass das geschehen würde, was ich bereits vorher wusste.

Es gibt in meinen Augen zwei Deutungsmöglichkeiten. Die eine wäre, dass ich es wirklich vorher schon wusste, also eine Art "Vor-Sehung". Für die andere muss ich etwas weiter zurückgreifen (und hat wieder mit Reinkarnation zu tun*g*)

Es gibt Theorien, dass man vor der erneuten Inkarnation sein zukünftiges Leben in "Stichbildern" vor sich ablaufen sieht. So kann man sich mehr oder weniger entscheiden, ob man dieses Leben auch wirklich wählen will.

Also gäbe es wie gesagt zwei Möglichkeiten: Vor-Sehung oder Rückerinnerung. Beantworten kann man diese Frage nicht, aber interessieren würds mich dennoch *g*

Auf Wikipedia findet man verschiedene "Theorien", um solche Phänomene wissenschaftlich zu erklären:

- Einer Hypothese zufolge treten Déjà-vus in Situationen auf, die an ein verdrängtes, tatsächlich erlebtes Ereignis erinnern, das so kurz wahrgenommen wurde, dass es nicht bewusst registriert werden konnte.
- Nach einer anderen Hypothese sind verdrängte Phantasien die Quelle von Déjà-vus.
- Möglicherweise handelt es sich um spezielle Situationen, in denen Kurz- und Langzeitgedächtnis für einen Moment nicht aufeinander abgestimmt sind. Danach beruht das Erlebnis auf teilweiser Übereinstimmung aktueller und früher erlebter Situationsmerkmale, die nach dem Pars-pro-toto-Prinzip ergänzt werden: Eine vertraut wirkende Situation enthält zum Beispiel einen bestimmten, bekannten Geruch. Dieses einzelne Element sorgt dann für ein Wiedererkennen, das auf die gesamte Situation übertragen wird.
- Frühe Experimente belegten, dass Déjà-vu-Erlebnisse mit neurochemischen Vorgängen in den Temporallappen des Gehirns zusammenhängen. Durch Elektrostimulation der äußeren Temporallappen ließ sich die Wahrscheinlichkeit eines Déjà-vu-Erlebnisses auf das Vierfache erhöhen.


Es gäbe noch mehr solcher waghalsigen Ideen. Aber keine davon erklärt, wieso manche Menschen in solchen Situationen wissen, was als nächstes geschieht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich eine verdrängte Phantasie hab (vielleicht sexueller Natur, um Freud mit einzubeziehen*g*), in der ein Krankenwagen über ne Kreuzung fährt.
Es ist ein Unterschied, ob man sich so fühlt, als hätte man eine Situation schon Mal durchlebt oder ob man WEIß, was als nächstes geschehen wird.

Hatte von euch bereits jemand solche Erfahrungen?
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Beitragvon Lirias » 30. Sep 2008 - 18:26


Ich habe mal eine Reportage gesehen, dass es Leute mit Dauer Déjà-Vu gibt. Für sie ist nichts neu, sie haben alles schon mal gesehen. Es kommt immer das gleiche im Fernsehen und Kino, obwohl diese Sachen noch nie gespielt wurden.
Darunter leidet auch der persönliche Kontakt. Das Beispiel war die Einladung zu einer Beerdigung. Dieser Mensch tut das aber als Schwachsinn ab, weil er ja schon bei der Beerdigung war.
Laut Forschern haben diese Leute eine Erinnerungsendlosschleife im Gehirn.
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Beitragvon Mike » 30. Sep 2008 - 18:45


Davon hab ich jetzt noch nichts gehört. Klingt aber ziemlich heftig.
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Beitragvon Sydney » 1. Okt 2008 - 13:45


Also ich habe mich vor zig Jahren, so letztes Jahrhundert :flirt: , mal mit einem befreundeten Psychologen über die Thematik unterhalten und alleine dieser Herr konnte mir vier verschiedene Erklärungen, psychologische Erklärungen für Deja-Vus geben.

Bei mir waren diese auch lange Zeit so sehr Alltag, daß ich sie irgendwann schon garnicht mehr als solche wahrgenommen habe und es einfach akzeptiert habe, ohne mir weiter den Kopf darüber zu zerbrechen. Inzwischen haben die Deja-Vus aufgehört. Inzwischen ist es so, daß ich Stunden, Tage, Wochen, Jahre zuvor Dinge einfach weiß, die dann später so geschehen. Also kann man sagen, daß die Deja-Vus bei mir ein Wissen um die Zukunft waren, die sich irgendwann so verfeinert haben, daß ich jetzt nicht mehr diesen "Oh das habe ich schonmal erlebt" sondern nur noch den"Oh ich habs doch gewußt" Effekt habe.

Aber ich würde die Sache an sich auch mit Reinkarnation und dem Seelenplan erklären, weniger jetzt mit Hellsichtigkeit im Allgemeinen.
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Beitragvon Haderlumpin » 2. Okt 2008 - 00:56


Hmmm ich weiß nicht genau, ob es Déjà-Vu's sind. Ich habe nur desöfteren solche Eingebungen, dass ich weiß, dass bestimmte Dinge passieren oder gesagt werden. Das beschränkt sich auf einen recht engen Personenkreis und auch eher auf leicht eingrenzbare Dinge - bis auf ein paar Ausnahmen - insofern kann es evtl. damit erklärt werden, dass man die Personen gut kennt. Dazu kommt noch der Drang, ständig Möglichkeiten des weiteren Verlaufs einer Situation durchzuspielen...vielleicht ist es nur ein aktiver Vergleich mit Erinnerungen, die Entscheidung für das wahrscheinlichste und daraus resultiert dann dieser Déjà-Vu-Effekt? :gruebl:
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Beitragvon Svart-Vinter » 2. Okt 2008 - 07:02


Von dieser These habe ich auch schon gehört, auch von dieser,
dass die beiden Gehirnhälften für einen kurzen Moment nicht zusammen arbeiten, sondern unabhängig.

Mir ist aufgefallen, dass der Vorgang des Deja Vus trotz seiner scheinbaren Komplexität doch recht einfach gestrickt ist.

Bei mir haben Deja Vus abgenommen mit zunehmenden Alter, genau so wie die Erinnerung an Träume.
Und wenn ich welche hatte, dann meistens doch in Stress-Situationen oder unter dem Einfluss von irgendwelchen Substanzen.
Dann kommt noch hinzu, dass ich mich auch nur an ganz besondere Deja Vus erinnern kann, also an die,
wo ich vor meinem geistigen Auge einen minutenlangen Film sehe, der etwas komplexer ist.

Vielleicht sind Deja Vus und Träume aus dem "gleichen Stoff" gemacht!? :con:
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon Mike » 2. Okt 2008 - 08:15


Ich hatte schon lange keine Deja-Vus mehr. Als Jugendlicher hatte ich sie recht häufig, aber nun ja... Erziehung und gläubige, aber solchen Dingen abgeneigte Eltern ;-)

Bei mir haben Deja Vus abgenommen mit zunehmenden Alter

Bist ja auch schon sooooo alt :mrgreen:

Meine Deja-Vus waren seltenst in Stress-Situationen. Wobei es oft eben nur Deja-Vecus waren.

Ob Deja-Vu und Traum aus dem gleichen "Stoff" sind ist eine nette Theorie... aber es kommt meines Erachtens drauf an, welche Traumart es ist. In meinen Augen gibt es verschiedene Träume. Die einen dienen der Aufarbeitung des bereits Erlebten, sind also reine Phantasie. Dann gibt es noch solche Träume, die körperliche Bedürfnisse symbolhaft ausdrücken. Und dann gibt es noch die metaphysische Ebene, wo man "Zugriff" auf andere Sphären hat.
Und bei Deja-Vu muss man auch unterscheiden: Besteht nun die Möglichkeit, dass ich die Situation WIRKLICH schon Mal durchlebt hab, nur evtl. mit anderen Personen etc.? Oder ist es so, dass ich WEIß, was als nächstes geschehen wird?
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Re: Déjà-Vu/Déjà-Vécu

Beitragvon Haderlumpin » 2. Okt 2008 - 10:07


Sao hat geschrieben:Von dieser These habe ich auch schon gehört, auch von dieser,
dass die beiden Gehirnhälften für einen kurzen Moment nicht zusammen arbeiten, sondern unabhängig.


Ja..wobei da die Frage ist, warum entsteht dadurch ein Déjà-Vu? Angenommen, es hat mit Erinnerungen zu tun...müsste es dann nicht sogar unwahrscheinlicher sein, da man auf weniger Kapazitäten zurückgreift? Vielleicht bin ich grade auf dem Holzweg. :mrgreen:

Ah, ich hab dazu was in einem anderen Forum gefunden:

"Zu den Deja Vu's: dafür gibt es viele Erklärungen, aber wohl noch keine einzelne gültige. Die angesehenste ist, dass wir alle Situationen ganzheitlich wahrnehmen, tatsächlich aber 2 Gehirnhälften daran teilhaben. Bei einem Deja Vu kommt es zu einem "Kommunikationsproblem" zwischen den beiden Gehirnhälften. Während die eine die Situation schon verarbeitet hat, zieht die andere erst später nach ODER sie hat die wahrgenommene Situation mit einem falschen "Zeitstempel" versehen, sodass wir glauben, uns zu erinnern und nicht, es momentan wahrzunehmen."
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Beitragvon Mike » 2. Okt 2008 - 11:25


Die Theorie basiert ja darauf, dass die Gedanken blitzschnell sind, d.h. es spielt sich hier alles im Millisekunden-Bereich ab. Wenn nun die Gehirnhälfte, die das Erlebte "ins Gedächtnis" schreibt, das schon macht, bevor wir das Erlebte verarbeitet haben, könnte das natürlich eine mögliche Erklärung sein.

Aber das ist eben auch nur eine THEORIE. Und sie ist nicht wahrscheinlicher als diejenige, dass wir tatsächlich Zugriff auf prä-inkarnatorische Erinnerungen haben. Es ist nicht wahrscheinlicher, mehrmals zu leben als nur ein Mal zu leben.

Ich halte es durchaus für möglich, dass Deja-Vus vielleicht nur Erinnerungen an sehr ähnliche Situationen sind. Wie man aber Deja Vecus durch "Gehirn-Verlangsamung" oder ähnliches erklären will, ist mir ein Rätsel. Denn wenn ich WEIß und VORHERSAGEN kann, was in einer halben Minute geschieht, kann das nicht daran liegen, dass zwei Gehirnhälften unterschiedlich schnell schalten und walten (wie gesagt, das geschieht im Millisekunden-Bereich).
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Re: Déjà-Vu/Déjà-Vécu

Beitragvon Haderlumpin » 2. Okt 2008 - 11:44


Mike hat geschrieben:Aber das ist eben auch nur eine THEORIE. Und sie ist nicht wahrscheinlicher als diejenige, dass wir tatsächlich Zugriff auf prä-inkarnatorische Erinnerungen haben. Es ist nicht wahrscheinlicher, mehrmals zu leben als nur ein Mal zu leben.


Hat doch auch keiner behauptet oder? :)
Hier werden doch grade nur mögliche Erklärungen gesammelt.

Déjà-Vecus sind auf jedenfall gesondert zu sehen...wenn es um Gesagtes von vertrauten Personen geht, ist das oben ja evtl. ein Erklärung (man kennt sich sehr gut, greift auf ein Schema zurück). Selbst den Autounfall, den ich einmal erahnt habe, kann man damit erklären, dass ich schlicht das Gefühl hatte, der Fahrer ist unsicher und die Verkehrslage ungünstig. Da kann man mit sowas schonmal rechnen. :mrgreen:
Wirklich seltsam sind diese Vorhersagen von alltäglichen nicht beeinflussbaren oder eher unwahrscheinlichen Dingen. So z.B. die Sache mit dem Krankenwagen..
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