Der Verstand ist schon eine wundervolle Sache - doch bis zum heutigen Tage gibt er uns viele Rätsel auf. Die Wissenschaft kann eigenartige Phänomene beschreiben, jedoch keine Ursachen für ihre Existenz nennen. Der eine oder andere mag ein oder zwei der folgenden mysteriösen Phänomene des Verstandes kennen, viele sind außerhalb der psychologischen Fachwelt jedoch unbekannt. Dies ist eine Sammlung der zehn rätselhaftesten "mentalen Phänomene".
"Wir alle haben schon einmal das uns gelegentlich überkommende Gefühl gehabt, als sei das, was wir sagen und tun, bereits schon einmal gesagt oder getan worden, in einer vergangenen Zeit. Dass wir von den selben Gesichtern, Gegenständen und Situationen umgeben sind, die wir aus einem vergangenen Moment zu kennen scheinen, als ob wir genau wissen, was als nächstes gesagt wird und plötzlich erinnern wie uns daran!" - Charles Dickens
10. Déjà Vu
Bei einem Déjà Vu durchlebt man die Vorstellung, als habe man eine neue Situation schon einmal erlebt - man fühlt sich, als ob das Ereignis schon einmal passiert ist oder sich wiederholt. Die Erfahrung wird oft von einem starken Gefühl der Vertrautheit und einem Gefühl von Unheimlichkeit und Seltsamkeit begleitet. Das "vorherige" Ereignis wird oft einem Traum zugeschrieben, manchmal hat man jedoch das starke Gefühl, als habe es wirklich in der Vergangenheit stattgefunden.
9. Déjà Vécu
Ein Déjà Vécu haben die meisten Menschen in Wirklichkeit, wenn sie glauben, dass sie ein Déjà Vu erleben. Bei einem Déjà Vu hat man das Gefühl, als durchlebe man eine bekannte Situation ein zweites Mal, wohingegen ein Déjà Vécu die Erfahrung ist, als habe man eine Situation schon einmal gesehen, jedoch in großem Detail, etwa durch Wiedererkennung bestimmter Gerüche und Geräusche. Oft wird diese Wahrnehmung auch von einem starken Gefühl begleitet, als wisse man genau, was als nächstes passiert. Nicht selten weiß man nicht nur, was als nächstes passiert, man ist sogar in der Lage anderen Leuten um sich herum zu sagen, was gleich passiert. Dies ist eine sehr gruselige und unerklärliche Situation.
Quelle: Allmystery
Ich wusste bisher nicht, dass man in Deja-Vu und Deja-Vecu (die Accents Mal weggelassen, weils auf Dauer zu aufwendig zum Schreiben ist*g*) unterscheidet. Als Kind hatte ich recht häufig Deja-Vus - dachte ich zumindest bis heute. Dabei waren es eigentlich allesamt Deja Vecus. Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, dass ich mit meinem Vater im Auto saß und weiß auch noch, WO das war. Jedenfalls hatte ich auf ein Mal das Gefühl, wie es in Filmen oft dargestellt wird (z.B. bei Butterfly Effect): Die Umwelt wird zuerst zurückgezoomt und dann näher rangezoomt. Jedenfalls kam mir die Situation sehr bekannt vor, und ich wusste: Gleich kommt von rechts ein Krankenwagen über die Kreuzung geschossen, mit Blaulicht aber ohne Sirene. Und was war? Tatsächlich - die Ampel schaltete auf Rot, wir mussten warten und in dem Moment kam der Krankenwagen. Ich sagte bewusst "ohne Sirene", da sonst die Erklärung ja leicht gewesen wäre, wieso ich das wusste.
Tatsache war jedoch, dass keinerlei Anzeichen dafür vorhanden waren, dass das geschehen würde, was ich bereits vorher wusste.
Es gibt in meinen Augen zwei Deutungsmöglichkeiten. Die eine wäre, dass ich es wirklich vorher schon wusste, also eine Art "Vor-Sehung". Für die andere muss ich etwas weiter zurückgreifen (und hat wieder mit Reinkarnation zu tun*g*)
Es gibt Theorien, dass man vor der erneuten Inkarnation sein zukünftiges Leben in "Stichbildern" vor sich ablaufen sieht. So kann man sich mehr oder weniger entscheiden, ob man dieses Leben auch wirklich wählen will.
Also gäbe es wie gesagt zwei Möglichkeiten: Vor-Sehung oder Rückerinnerung. Beantworten kann man diese Frage nicht, aber interessieren würds mich dennoch *g*
Auf Wikipedia findet man verschiedene "Theorien", um solche Phänomene wissenschaftlich zu erklären:
- Einer Hypothese zufolge treten Déjà-vus in Situationen auf, die an ein verdrängtes, tatsächlich erlebtes Ereignis erinnern, das so kurz wahrgenommen wurde, dass es nicht bewusst registriert werden konnte.
- Nach einer anderen Hypothese sind verdrängte Phantasien die Quelle von Déjà-vus.
- Möglicherweise handelt es sich um spezielle Situationen, in denen Kurz- und Langzeitgedächtnis für einen Moment nicht aufeinander abgestimmt sind. Danach beruht das Erlebnis auf teilweiser Übereinstimmung aktueller und früher erlebter Situationsmerkmale, die nach dem Pars-pro-toto-Prinzip ergänzt werden: Eine vertraut wirkende Situation enthält zum Beispiel einen bestimmten, bekannten Geruch. Dieses einzelne Element sorgt dann für ein Wiedererkennen, das auf die gesamte Situation übertragen wird.
- Frühe Experimente belegten, dass Déjà-vu-Erlebnisse mit neurochemischen Vorgängen in den Temporallappen des Gehirns zusammenhängen. Durch Elektrostimulation der äußeren Temporallappen ließ sich die Wahrscheinlichkeit eines Déjà-vu-Erlebnisses auf das Vierfache erhöhen.
Es gäbe noch mehr solcher waghalsigen Ideen. Aber keine davon erklärt, wieso manche Menschen in solchen Situationen wissen, was als nächstes geschieht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich eine verdrängte Phantasie hab (vielleicht sexueller Natur, um Freud mit einzubeziehen*g*), in der ein Krankenwagen über ne Kreuzung fährt.
Es ist ein Unterschied, ob man sich so fühlt, als hätte man eine Situation schon Mal durchlebt oder ob man WEIß, was als nächstes geschehen wird.
Hatte von euch bereits jemand solche Erfahrungen?

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