Das Ziel von Religionen

Forum: Glaubensfragen - Geheimbünde


Religiöse Weltanschauungen und Sinngebungssysteme. Religionspsychologie, Religionsgeschichte, spirituelle Religion, Religionsphilosophie und eigene Ansichten.




Das Ziel von Religionen

Beitragvon Svart-Vinter » 9. Mai 2008 - 11:22


Alle Arten von Religionen verfolgen bestimmte Ziele, nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel".

Aber welche Ziele werden da genau verfolgt?

Im Buddhismus ist die Erleuchtung das Ziel, wenn ich mich nicht täusche. Fallen euch noch andere nennenswerte Ziele ein?


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
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Beitragvon The_Sorrow » 12. Mai 2008 - 22:43


Das innere Gleichgewicht zu finden.
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Das Ziel von Religionen

Beitragvon Ategato » 26. Sep 2008 - 17:00


"Der Weg ist das Ziel"
...
ein wunderschöner Spruch, der so ziemlich alles an Aufgabe im Islam bspw. ausdrückt. Erlaubt mir es Euch zu erklären:

Es ist ganz einfach, ein Moslem verhält sich für den Islam richtig, wenn er den Weg geht, welcher ihm von Gott/Allah angeboten wurde. Und das Ziel des Korans ist es, diesen Weg zu gehen. Bzw. man hat das Ziel schon erreicht, wenn man überhaupt diesen Weg wählt. Sehr abstrakt, ich weiß.

Sprich, zum Weg gehören Dinge wie Nächstenliebe, so wie auch im Christentum.

MfG,
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Das Ziel von Religionen

Beitragvon Svart-Vinter » 26. Sep 2008 - 18:28


Warum hast Du in diesem Zusammenhang das Beispiel mit den Moslems genannt? Das würde mich interessieren.

Auch interessieren würde mich, was passiert, wenn ein Moslem ein anderes Ziel verfolgt als es ihm in die Wiege gelegt
bzw. mit auf dem Weg gegeben wurde was die Religion betrifft.

Wenn ich mich nicht irre, so werden diese Menschen dann verstoßen und wenn es wirklich so ist,
dann kann man hier auch nicht mehr von Nächstenliebe sprechen, oder?

Entschuldige meine kritischen Äußerungen, aber es ist wohl viel mehr Neugier als Kritik, vielleicht ist das Thema sogar ein neues Thema Wert.


Viele Grüße.
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Das Ziel von Religionen

Beitragvon The_Sorrow » 26. Sep 2008 - 19:23


Der Weg ist das Ziel.
Das ist doch der Leidsatz des Taoismus, damit ist gemeint das der Weg also das Streben nach Gleichgewicht und Vollkommenheit das wichtigste und löblichste ist. Ob du die Vollkommenheit/das Gleichgewicht ereichst ist zweitrangig.
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Das Ziel von Religionen

Beitragvon Ategato » 26. Sep 2008 - 19:35


Ich bezog mich speziell auf den Islam, weil ich mit damit am besten auskenne =P
Ich merke grad, dass ich noch kein Koran-Thread eröffnet habe, obwohl ich das plante. Ich werde das gerne nachholen.

Die Sache mit dem Verstoßen kenne ich nur in wirklich sehr strengen Gebieten Saudi-Arabiens. Ansonsten liegt esbei jedem selbst, was er aus seinem Leben macht. Es ist quasi so, dass die Religion (auf den Islam bezogen) nur zeigt, wie man ins Paradies kommt. Es wäre natürlich falsch zu sagen, dass wäre der ganze Inhalt und das Wesen des Islams, aber es apelliert für Frieden. (auf islamistische Rechtsextremitäten können wir gerne in dem folgenden Koran Thread eingehen, sofern erwünscht).

Sprich eines der Hauptziele ist die friedliche Gestaltung des Lebens des Menschens, indem der Mensch durch den Koran lernen soll, sich richtig zu verhalten.
Moslems richten sich nach der Lebensweise des Propheten Hz. Mohammed, da dieser in seinem Verhalten als der korrekteste anerkannt wird. (auch die Polygamie kann gerne Erwähnung in dem Thread finden).

MfG,
Ategato
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Das Ziel von Religionen

Beitragvon Mike » 26. Sep 2008 - 21:54


Du meintest wohl RechtsextremISTEN, nicht extreminitäten :wink:

Viele Religionen haben zum Ziel, dem Menschen einen Wegweiser fürs Leben zu geben. Um eine Art "friedliches Miteinander" sicher zu stellen, wenn man so will.
Andere Religionen sind wiederum mehr philosophische Anweisungen, die dem Menschen Dinge erklären und ihn zu einem besseren Menschen machen wollen, wo der Mensch aber selbst erkennen muss.
So ist z.B. das Christentum darauf ausgelegt, dass wenn man schön das macht, was in der Bibel steht, man in den Himmel kommen kann - selbst ohne nachzudenken.
Im Buddhismus hingegen zählt vielmehr die Weisheit, das Selbst-Erkennen etc.

Das Problem an den Glaubensschriften ist, dass sie vom Menschen stammen und vom Menschen gelesen werden. Damit meine ich, dass beim Verfassen der ursprünglichen Schrift vielleicht etwas ganz Anderes gemeint war, als wir heute in den Text hineininterpretieren. Man muss schließlich davon ausgehen, dass die Mentalität des Verfassers eine ganz andere war als unsere heute. Zudem wurden die Werke in viele Sprachen übersetzt, meistens von Mönchen, da diese in gewissen Zeiten die einzigen wirklichen Schriftgelehrten waren.
Ich bin mir sicher, dass keiner mehr die ursprüngliche Bibel verstehen würde.

Daher bin ich der Meinung, dass es nichts bringt, Wort für Wort aus der Bibel, dem Talmud oder dem Koran zu übernehmen, um genau so zu leben, wie es dort gefordert wird. Wer es dennoch machen will - meinetwegen, wir haben schließlich die Entscheidungsfreiheit, was wir mit unserem Leben anfangen wollen. Aber wir müssen auch mit den Konsequenzen leben.

Im Buddhismus ist die Erleuchtung zwar das Ziel, aber die Erleuchtung ist mit dem Nirwana, mit dem großen NICHTS verbunden. Die sogenannten Meister haben laut dem Buddhismus die Möglichkeit, nach ihrer Erleuchtung entweder ins Nicht-Sein einzugehen, oder aber sie kehren als Meister auf die Erde zurück, um aus Liebe zu den Menschen eben jenen zu helfen, damit sie sich geistig entwickeln.



"Der Weg ist das Ziel"
Das mag so vielleicht manchmal zutreffen, und es ist auf jeden Fall zu respektieren, wenn jemand zumindest VERSUCHT, einen Weg richtig zu gehen. Allerdings gibt es mehrere Wege zum Ziel ("Alle Wege führen nach Rom"). Ich kann entweder durch tiefes Meditieren über eine Sache ihre wahre Bedeutung erfahren, oder aber ich werde es durch Schmerzen erfahren.
Beispiel: Wenn ich mich noch nie mit dem Tod beschäftigt habe, kann ich mich entweder hinhocken und mir wirklich Gedanken darüber machen, dass er ein natürlicher Bestandteil des Lebens ist und ihn als Teil von mir akzeptieren. Das wäre Weg a)
Ich kann natürlich aus Angst, das Kind beim Namen zu nennen, dieses Thema immer verschweigen. Dann wird es mich aber mit voller Wucht treffen, wenn ein guter Bekannter oder Verwandter stirbt. Das wäre Weg b)
Das Ziel ist also immer das Gleiche: den Tod als natürlichen Bestandteil zu erkennen. Die Wege waren hingegen unterschiedlich.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
Mike

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