Das sagenumwobene Perpetuum Mobile

Forum: Astronomische Wissenschaften - Physik


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Das sagenumwobene Perpetuum Mobile

Beitragvon Svart-Vinter » 30. Jun 2008 - 07:26


Das Perpetuum Mobile ist ein Gerät, dass Energie aus dem Nichts erschafft.

Das bekannteste PM wurde 1872 von John Keely gebaut, der sich damit Millionen Dollar erschwindelte.
Die Maschine bestand aus vibrierenden Stimmgabeln und Keely behauptete, dass sie Energie aus dem Äther zöge...

Nach seinem Tod stellte sich heraus, dass dies ein riesiger Schwindel war.

Physiker garantieren, dass es sowas wie ein Perpetuum Mobile niemals geben wird,
da es gegen das Energieerhaltungsgesetz verstoßen würde.

Meint ihr, dass wirklich niemand ein solches Naturgesetz aus den Angeln heben kann?

Mehr Infos zum Thema:

- http://www.heise.de/tr/Verriss-des-Mona ... ikel/93592 -
- http://userpage.fu-berlin.de/~gerbrehm/ ... nergie.pdf -
- http://www.safeswiss.org/infobereich/pu ... schaft.htm -



Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Beitragvon vacuum » 30. Jun 2008 - 10:47


Das Perpetuum Mobile ist schon seit Ewigkeiten ein Traum der Menschheit.
Eine Maschine bzw. Mechanismus, der durch Selbstantrieb bis in alle Ewigkeit weiterläuft,
beziehungsweise sich durch seine immer währende Bewegung selbst Energie verschafft,
ist schon schlichtweg fast unmöglich zu konstruieren.
Wie soll es ein solches Gerät dann schaffen, ein zuverlässiger Energieerzeuger zu sein?
Mal abgesehen davon, daß man unendlich viel von diesen Dingern bräuchte,
um überhaupt Energie daraus gewinnen zu können...

Es gibt zwar einige gute Ideen, doch irgendwann stoppen sie alle.
Die Swastika Idee find ich toll :tee:

http://www.youtube.com/watch?v=Bq0P6XDK ... re=related
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Beitragvon The_Sorrow » 30. Jun 2008 - 12:58


Nun Energie aus dem Nichts erzeugen geht schonmal nicht da die Maschine Energie brauch um überhaupt in Gang zu kommen.
Außerdem würde man nicht viel oder gar keine Energie rausbekommen.
Außerem verstößt das Pepertuum Mobile gegen das Naturgesetz der Erhaltung von Materie und Energie.

Der Energieerhaltungssatz ist einer der wichtigsten Erhaltungssätze in der Physik. Er sagt aus, dass die Gesamtenergie eines abgeschlossenen Systems sich nicht mit der Zeit ändert. Zwar kann Energie zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise von Bewegungsenergie in Wärme. Es ist jedoch nicht möglich, innerhalb eines abgeschlossenen Systems Energie zu erzeugen oder zu vernichten: Die Energie ist eine Erhaltungsgröße.

Die Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System bleibt konstant.

Unter einem abgeschlossenen System versteht man ein System ohne Energie-, Informations- oder Stoffaustausch und ohne Wechselwirkung mit der Umgebung.
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Beitragvon Sticks » 15. Jul 2008 - 12:51


Hallo,
die grundlegende Idee eines Perpetuum Mobile ist in seiner klassischen Bedeutung unmöglich zu konstruieren. Die Gründe dafür wurden bereits genannt.

Allerdings basieren diese Argumente auf der Annahme das unsere Auffassung der Naturgesetze korrekt und vollständig ist. Gerade dieser Punkt könnte in den nächsten Jahren sang und klanglos untergehen.

Ihr habt sicherlich von dem Protonenbeschleuniger gehört der zur Zeit in Genf gebaut wird. 27km Länge und das einzige Ziel ist es, die neue Quantentheorie von Susan Randall zu beweisen oder zu wiederlegen.

Sollte das Labor so arbeiten wie es vorgesehen ist, werden Protonen in entgegen gesetzter Richtung aufeinander Geschossen. Die Kerne können sich dabei gegenseitig zerschlagen, was ein Miniatur-Schwarzes-Loch entstehen lässt.
Die Wissenschaftler sind in der Lage die frei werdende und abstrahlende Energie zu messen. Sollte die frei werdende Energie die abgestrahlte übersteigen, dann wurde damit die Theorie des Multiversums erwiesen.

Und das, würde wiederum unsere komplette Erklärung der Naturgesetze umwälzen.

Im Bezug auf das Perpetuum Mobile ist aber vor allem das Gesetz der Gegensätze entscheidend.
Wenn es möglich ist, Energie durch ein Schwarzes Loch in ein anderes Versum sickern zu lassen, dann gibt es auch Weiße Löcher die Energie in unser Universum zurück leiten.

Die Theorie eines Weißen Loches ist damit eine moderne Version eines Perpetuum Mobile.
Die Energie würde nicht aus dem Nichts kommen, für unsere Realität sowie unserer Sinneswahrnehmung jedoch, kommt sie aus dem Nichts.

Ein solche Definition von Energieabgabe zu kontrollieren ist wieder etwas völlig anderes, aber rein theoretisch existiert das Schema eines natürlichen Perpetuum Mobile seit unser Universum entstanden ist.
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Beitragvon vacuum » 15. Jul 2008 - 14:35


Wie du schon sagtest, steht es woanders geschrieben, ob es umgesetzt, nutzbar gemacht und kontrolliert werden kann.

Sollte die Multiversum Theorie bestätigt werden, wirft es zwar unsere Auffassung und Erklärung der Naturgesetze über den Haufen,
aber ändert nichts an der Tatsache, daß wir noch immer den hier vorherrschenden Naturgesetzen unterworfen sind.

Im Multiversum ist schlichtweg alles der Fall, alles Denkbare würde existieren. So natürlich auch das funktionierende Prinzip des Perpetuum Mobile.
Ein unüberschaubarer Weltenpluralismus mit ebensoviel Variationen von Naturgesetzen.
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Beitragvon Sticks » 15. Jul 2008 - 18:34


Naja fast..

Sollte ein Multiversum existieren sind die Auffassungen der Mikrophysik zum Zeitpunkt 0 des Universums falsch. Die Entstehung von Materie, Energie usw müsste neu überdacht werden.

Nur weil die Gesetze die wir kennen das beschreiben können was wir wahrnehmen heißt das nicht, dass die Gesetze nicht an Dingen scheitern können die sich außerhalb unserer Wahrnehmung befinden

Es gilt nicht ohne Grund der Satz, alles was unseren Technologiestandart weit übersteigt wird entweder Gott oder Magie zugeschrieben.

Man sollte nicht stehen bleiben und die bestehenden Gesetze als finale Tatsachen betrachten.
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Beitragvon The_Sorrow » 15. Jul 2008 - 23:52


Hmm...nun nahc der Theorie des Multiversums würde das von mir genannte
Naturgesetz eigentlich nicht über denn Haufen geworfen werden man müsste lediglich etwas hinzufügen nämlich das die Energie unser Universum verlasseb oder betreten kann das heißt das diese Energie Materie nur den Ort gewechselt hat. Diese Energie verschwindet ja nicht sondern tritt lediglich in eine andere Spähre ein die für uns wahrscheinlich nicht betretbar ist(In einem anderen Thread habe iich glaub ich was über diese Universen/Dimensionen gesagt).
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Beitragvon Sticks » 16. Jul 2008 - 20:44


Ich geb mal ein Beispiel von einer Vorlesung aus Oxford oder Harvard, weiß nicht mehr genau wo das war (hab ich von gelesen). Da stand ein Physiker und demonstrierte die unglaubliche Schwäche der Gravitation.
Er hüpfte.

Mit einem Sprung hat er die gesamte Gravitationsstärke des Planeten überwunden.

Viele Wissenschaflter sehen die Gravitation als zum einen gängigsten Beweis für die unabgeschlossene Erforschung der Naturgesetze als auch für ein Multiversum an.
Gravitation existiert überall. Man kann sie nicht wie Licht aussperren oder sich sonst irgendwie von ihr lösen. Die einzigen Orte im Universum an denen die Gravitation keine lokomotorische Macht hat sind die Lagrangepunkte zwischen Planeten (die Anziehungskräfte heben sich gegenseitig auf, jedoch ist auch an diesen Orten Gravitation vorhanden).

Daher geht man davon aus das die Gravitation die stärkste, gleichzeitig auch am meisten gedämpfte Kraft des Universums ist. Wie kann es sein das sie allgegenwärtig ist? Die theoretische Antwort lautet, sie "scheint" aus einem Paralleluniversum in unseres herüber und wird beim Wechsel gedämpft.

Gerade das wachsende und wechselnde Verständnis dieser grundlegensten Kraft im Universum bringt zwangsläufig den Trugschluss zu Fall das unsere Auffassung der Naturgesetze komplett und richtig ist..

Du sagst das die Gesetze höchstens noch erweitert werden könnten.

Simpel erklärt:
Angenommen du rechnest eine Matheaufgabe, verrechnest dich, rechnest danach aber richtig weiter.
Wir könnten zu Schlüssen gekommen sein die richtig scheinen im Rahmen der vorhandenen Informationen.

Angenommen die Gravitation strahlt tatsächlich aus einem anderen Versum in das unsere. Was bedeutet das für die Verschiebung von Energien im Universum? Die Quantendynamik von allen Bausteinen müsste völlig neu überdacht werden.

Es könnten völlig neue Technologien auftauchen die für unser heutiges Verständnis wie die reinste Magie erscheinen.

Daher sollte die Antwort auf die Frage, ist es möglich ein Perpetuum Mobile zu bauen nicht Nein sein sondern lediglich aussagen das wir noch nicht wissen wie wir es bauen können :)
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Beitragvon The_Sorrow » 17. Jul 2008 - 00:03


Ja, ich meinte damit das man dann die Naturgesetzte wie man sie heute sieht überarbeiten müsste und die Wirkung anderer Universen sofern es sie gibt einbeziehen müsste. Allerdings kann man selbst dann kein Perpetuum Mobile bauen weil diese einmal durch Energie gestartet werden und dann von selbst laufen ohne das noch etwas hinzugefügt werden muss.
Wenn man aber diese Maschine mit Energie startet und die Maschine dann
durch Kräfte aus dem anderen Universum betrieben wird kommt die Energie/Kraft ja irgendwo her nur nicht aus unserer Sphäre das heist ja nicht das sie plötzlich entsteht sondern nur die Sphäre/dasUniverum/DIe Dimension gewechselt hat. Also wie ist deine Theorie dazu würde mich nämlich interessieren :prost: ?
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Beitragvon Sticks » 18. Jul 2008 - 09:58


Dazu muss ich noch ein wenig weiter ausholen bezüglich der Theorie des weißen Loches.

Man hofft zu beweisen das bei der Entstehung eines Schwarzen Loches ein neues Kontinuum generiert wird.
Eine in sich geschlossene Raumzeit die einzig und allein dazu existiert die abgegebene Energie des Loches aufzunehmen.

Nun greift das Prinzip der Gegensätzlichkeit.
Während ein Schwarzes Loch entsteht, wenn die Gravitation eines Sternes eine so hohe Kraft entwickelt das sie die Fluchtgeschwindigkeit von ~300.000km/s übersteigt, müsste es im Umkehrschluss eine Anomalie geben die bei unendlich geringer Gravitation und einem unendlich hohen Energievorkommen entsteht. Anstatt das sich die Energie auf einen Punkt konzentriert füllt sie das neu entstandene Kontinuum bis zur Sättigung. Ist diese Grenze erreicht entsteht ein Weißes Loch.

Theorien aus diesem Phänomen Energie zu erzeugen gibt es viele.

Das, was dem am nächsten kommt das du für ein Perpetuum Mobile halten würdest wäre eine Art kosmischen Gezeitenkraftwerks.

Energieschwache Partikel werden von dem Schwarzen Loch absorbiert.
Diese unendlich kleinen Partikel werden in ein eigenes Kontinuum gestrahlt. In diesem Kontinuum herrschen andere Naturgesetze als in unserem. Es mangelt an jeglicher Materie, sprich keine Gravitation. Das wiederum bedeutet das es keine Zentrierung von Energie gibt. Ein Partikel das mit Energie aufgeladen werden kann würde in diesem Kontinuum geladen werden. Dann wird das Partikel durch ein Weißes Loch in unser Universum zurück gegeben. Es ist nun energiegeladen (Strahlung, el. Ladung, je nachdem um was für ein Partikel es sich handelt).

Der Trick dabei besteht, dass ein Schwarzes Loch weiter existiert wenn es keine Materie/Energie frisst. Frisst es nichts, emmitiert das Gegenstück nichts oder nahezu nichts. Bis auf die Partikel die eingeführt werden.
Der energiereiche Zustand im neuen Kontinuum wird nicht durch den "Besuch" der Partikel verändert. Die Energie kann niemals komplett aus dem Kontinuum entfernt werden da sich nach Randalls Quantenmechanik die veränderte Massen/Energiemechanik selbst erhält.

Genau wie sich unser Universum stetig ausdehnt ohne das neue Materie hinzu kommt, würde sich auch ein rein auf Energie basierendes Universum selbst erhalten.

Auf diese Weise würde man aus "nichts" Energie beziehen.

Eine noch simplere Technik wäre es, energieneutrale Partikel in ein Schwarzes Loch zu schleudern und aus der Bewegung der entstehenden Strömung zwischen dem Schwarzen und Weißen Loch Energie beziehen.
Einmal in Gang gesetzt ist es unmöglich diese Strömung zu bremsen. Die Energie die wir nutzen würden, käme durch die Quantenbewegung in unserem Universum zustande. Die Strömung würde jedoch durch das parallele Kontinuum in Gang gehalten werden. Zwei voneinander völlig abgeschlossene Prozesse die trotzdem Energie abgeben würden.

Es gibt noch weit komplexere Theorien, die wären allerdings gänzlich ungeeignet zum Erklären ohne auf die Gleichungen zurück zu greifen (die völlig banane sind ^^).
Sticks

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