Das größte Rätsel der Menschheitsgeschichte

Forum: Die größten Rätsel der Menschheit


Welche sind die größten Rätsel der Menschheit? Alles zum Thema "ungelöste und gelöste" Rätsel der Menschheitsgeschichte.




Re: Das größte Rätsel der Menschheitsgeschichte

Beitragvon Mike » 27. Apr 2009 - 21:00


Thanatos hat geschrieben:
Du hast allerdings im Prinzip recht: Geister sind nicht wissenschaftlich belegt und von daher ist das bereits der erste Kritikpunkt am Vorgehen des Herrn W. Ein zweiter ist übrigens die enge emotionale Verbindung zu seinem Versuchsobjekt, namentlich seiner Gattin.



Nun, wenn durch solch einen Versuch belegt wird, dass Geister existieren, kannst du den Versuch nicht diskreditieren, weil du behauptest, Geister wurden noch nicht bewiesen. Auch wenn der Versuch selbst nicht dazu diente, die Existenz von Geistern zu beweisen (sondern vielmehr, deren Auswirkung zu erforschen).
Was die emotionale Bindung betrifft: Das hat ja auf das Experiment Mal gar keine Auswirkung. Denn welchen Einfluss hätte die enge Bindung zwischen Person A und B, wenn nach der Sitzung Person C geheilt ist? Natürlich, Person A glaubt Person B und verfällt somit von Objektivität in die Subjektivität. Aber das ist insofern egal, weil das nichts mit Person C zu tun hat, deren Heilung dokumentiert wurde.

Thanatos hat geschrieben:
Talente/Begabungen sind graduelle Unterschiede der Befähigung, das ist soweit richtig. Allerdings bedeutet das auch, das grundlegend jeder Mensch in den Bereichen, in denen andere Menschen als talentiert gelten, befähigt ist. Eben nur zu einem geringeren Grad. Das nur als technisches Detail.

Den Kontakt zur Geisterwelt als "Talent" in diesem Sinne zu bezeichnen, bedeutet zu behaupten, das grundsätzlich jeder Mensch zum Kontakt mit Geistern befähigt sein müsste. Nun, da hab ich wohl Pech gehabt, ich bin es nicht im geringsten, nicht mal ansatzweise.


Du hast nicht Pech gehabt, du versuchst nur, es als Humbug darzustellen. Ich bin auch noch am Steuerknüppel eines Flugzeuges gesessen, weiß insofern nicht ob ich Talent dafür habe oder nicht. Dazu müsste ich erst einen fähigen Lehrer haben. Betonung liegt auf FÄHIG. Denn schlechte Lehrer können selbst das beste Talent zum versickern bringen. Genausowenig hab ich jemals versucht, jemandem den Blinddarm zu entfernen, ohne deswegen behaupten zu wollen, dass ich nicht im Geringsten chirurgisches Talent hätte.


Thanatos hat geschrieben:Gut, aber das heißt ja nicht, das andere es nicht wären, das entspräche dann deiner zweiten These (die nebenbei schon sowas von ner Auserwählten-Idee hat).


Wie gesagt: Talente, nicht Auserwählt-sein. Oder würdest du (ganz krass formuliert) Hitler als Auserwählten bezeichnen, weil er das Talent hatte, die Massen zu begeistern?

Thanatos hat geschrieben:
Was Newton betrifft: Sein Gesetz ist perfekt physikalisch nachweisbar.
Das gilt fürs Karma leider nicht. Die Analogie ist schief, weil Newtons Gesetze für jeden, immer und überall gelten (Quantenphysiker hätten da jetzt was einzuwenden, die sind ja inzwischen schon was weiter, aber na gut). Naturgesetze machen keine Ausnahmen. Karma offensichtlich doch, denn ich habs noch nie in Aktion gesehen.


"Offensichtlich" und "denn ICH habs noch nie in Aktion gesehen"? Soso, weil du etwas noch nicht erlebt hast, ist es offensichtlich? Was mich wiederum zurück zum Thema kritische Selbstreflexion bringt.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Das größte Rätsel der Menschheitsgeschichte

Beitragvon Thanatos » 28. Apr 2009 - 08:23


Mike hat geschrieben:Nun, wenn durch solch einen Versuch belegt wird, dass Geister existieren, kannst du den Versuch nicht diskreditieren, weil du behauptest, Geister wurden noch nicht bewiesen. Auch wenn der Versuch selbst nicht dazu diente, die Existenz von Geistern zu beweisen (sondern vielmehr, deren Auswirkung zu erforschen).


Dein letzter Satz widerspricht Deinem ersten.
Der Versuch diente - nach den Informationen, die DU mir gegeben hast - nicht dazu, die Existenz von Geistern zu belegen, sondern den Zusammenhang von Geistern und psychologischen Krankheiten zu erforschen. Die Existenz von Geistern (wie übrigens auch von psychischen Krankheiten) sind damit basale Prämissen für das Experiment. Da der Wahrheitswert der einen Prämisse im besten Falle ungeklärt ist, ist der Schluss, der als Ergebnis des Experiments präsentiert wird, schlicht formal unhaltbar. Ich empfehle eine Logik-Einführung oder ein paar Sudokus pro Tag - die sind ja derzeit so beliebt. ;)


Was die emotionale Bindung betrifft: Das hat ja auf das Experiment Mal gar keine Auswirkung.


Emotionale Verbindungen in Versuchen machen mich immer skeptisch. Übrigens auch bei Naturwissenschaftlern. Man gewinnt einen leichten "Zeugen" mehr. Das Grundvertrauen in die Aussage seiner Frau, sie habe mediale Fähigkeiten, ist schonmal ein Hinweis. . .

Du hast nicht Pech gehabt, du versuchst nur, es als Humbug darzustellen. Ich bin auch noch am Steuerknüppel eines Flugzeuges gesessen, weiß insofern nicht ob ich Talent dafür habe oder nicht. Dazu müsste ich erst einen fähigen Lehrer haben. Betonung liegt auf FÄHIG. Denn schlechte Lehrer können selbst das beste Talent zum versickern bringen. Genausowenig hab ich jemals versucht, jemandem den Blinddarm zu entfernen, ohne deswegen behaupten zu wollen, dass ich nicht im Geringsten chirurgisches Talent hätte.


Der qualitative Unterschied zwischen dem Flugzeug und der Kommunikation mit Geistern ist Dir aber schon klar? Außerdem verfehlst Du schon wieder mein Argument von oben: Du kannst ganz sicher ein Flugzeug fliegen, zumindest im Prinzip. Du bringst alle Fähigkeiten dazu mit. Die Frage ist nur: In welchem Grad. Ja, um es besser zu machen, dazu braucht man einen Lehrer, oder auch nicht, denn es soll auch gute Autodidakten geben. Aber gut, denken wir weiter praktisch: Woran erkenne ich denn einen guten Geisterlehrer und verhindere auf einen Dummschwätzer reinzufallen? Denn Betrüger gibt es ja überall. Kannst Du mir da ein paar Kriterien nennen? Gibt es vielleicht Lehrbücher? Einen Verband der Geisterlehrer? Einen Lehrplan? Wenn nein, wieso nicht? Das sind ernstgemeinte Fragen. Ich bin schon gespannt auf die Antworten. Denn ich bin sicher, dass wenn mit Geistern zu sprechen nur eine Frage des Lehrers wäre, ganz viele Menschen daran interessiert wären, ihre Fähigkeiten zu testen oder zu erweitern.

Wie gesagt: Talente, nicht Auserwählt-sein. Oder würdest du (ganz krass formuliert) Hitler als Auserwählten bezeichnen, weil er das Talent hatte, die Massen zu begeistern?


Rhetorik ist lernbar. Zu 100%. Ich kenne unscheinbare und von der Natur nicht mit Schönheit überhäufte Schüler, die wenn sie erstmal ihre rhetorische Schulung zur Schau stellen, jeden davon überzeugen könnten, dass die Erde eine Scheibe ist. . . ;) Zur Erlernbarkeit der Kommunikation mit Geistern: siehe oben.

Thanatos hat geschrieben:"Offensichtlich" und "denn ICH habs noch nie in Aktion gesehen"? Soso, weil du etwas noch nicht erlebt hast, ist es offensichtlich? Was mich wiederum zurück zum Thema kritische Selbstreflexion bringt.


Wie Du mit deinem Zitat meiner Passage schon selber belegt hast: Die Betonung "ICH" stammt von Dir. Aus einem skeptischen Standpunkt heraus ist diese Haltung aber durchaus geläufig und zulässig. Die Reproduzierbarkeit von naturwissenschaftlichen Experimenten dient eben gerade der Selbsterfahrung von Beobachtungen, die andere schon vor einem gemacht haben. Nicht umsonst wird in Schulen Physik nicht nur aus Schulbüchern gelehrt, sondern inzwischen vor allem experimental, damit sich alle Schüler von der Richtigkeit/Falschheit der Thesen selbst überzeugen können.

Skepsis mit dem nicht-vorhandensein kritischer Selbstreflexion zu verwechseln ist außerdem ziemlich daneben. Methodischer Skeptizismus ist die Grundlage der Selbstkritik. Die Forderung nach Belegbarkeit von Aussagen durch Experimente und gültige Schlüsse ist ein Ergebnis des Umstands, dass Menschen an allem zweifeln und zweifeln sollten, was sie selbst noch nicht gesehen haben. Jeder kann daherkommen und mir erzählen, er habe einen fliegenden Elefanten gesehen, oder einen grünen Hund, oder einen redenden Stein, oder einen Wasserfall, der nach oben fließt, oder magnetisches Plastik. . .

Das Problem mit esoterischen Aussagen ist halt, dass sie grundsätzlich - selbst wenn sie wahr wären - aufgrund ihrer methodischen Unzulänglichkeiten nicht von völligen Nonsens-Aussagen zu unterscheiden sind. Wenn den Esoterikern also etwas daran gelegen ist, sich von Märchenerzählern und Lügnern abzusetzen, sollten sie sich überlegen, wie sie das am besten erreichen. Ein Tipp: Die selbe Frage haben sich Menschen schon vor ca. 400 Jahren einmal gestellt. Das Ergebnis war wissenschaftliches Arbeiten.

Ich hab dieses Forum übrigens mal einem Physik-Kollegen empfohlen. Wenn er Zeit und Lust hat, schaut er vielleicht mal rein.
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