Burn-Out-Syndrom

Forum: Psychopathologie - Psychische Störungen


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Burn-Out-Syndrom

Beitragvon Mike » 23. Jul 2009 - 10:18


http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom

Das Burn-Out-Syndrom hat zwar auch was mit körperlichen Beschwerden zu tun - da die Ursachen dafür und die Folgen allerdings zum Großteil psychischer Natur sind, denk ich passt der Bereich "Psychische Erkrankungen" wohl am Besten.

Gibt es hier bereits Erfahrungen mit dem "Ausgebrannt sein"? Damit mein ich jetzt nicht nur temporäre Null-Bock-Phasen, die jeder Mal hat, sondern vielmehr eine phasenweise Verschlechterung, so in etwa wie sie auf Wikipedia (siehe Link oben) beschrieben ist. Natürlich ist Wikipedia nicht die beste Quelle für eine Krankheitsanalyse, ich finde aber, dass der Artikel die Symptome recht gut zusammenfasst.

Ich muss zugeben, dass ich aufgrund beruflicher und diverser privater Sachen momentan einige dieser Symptome an mir erkennen kann, und das gefällt mir ehrlich gesagt gar nicht.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Burn-Out-Syndrom

Beitragvon Lirias » 24. Jul 2009 - 16:25


In meine Praktikumsfirma waren einige Leute, welche diese Phase mal durchgemacht haben. Interessanterweise haben die alles recht gelassen wahrgenommen, obwohl sie sich früher immer in alles verbissen haben.
Diese Leute waren allerdings schon um die 50, was es nicht einfach macht sie einzuschätzen.
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Re: Burn-Out-Syndrom

Beitragvon Mike » 24. Jul 2009 - 17:44


Hatten Mal einen, der hatte nen Nervenzusammenbruch... aber der hat bei uns erst angfangn, als er ihn schon hatte, d.h. ich weiß nicht, wie er vorher war... aber so wie ich ihn mitbekommen hab war er einfach nur fertig mit dem Leben...
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Re: Burn-Out-Syndrom

Beitragvon Svart-Vinter » 25. Jul 2009 - 04:57


Ich habe in meinem Bekanntenkreis einen Freund, der das Burn-Out-Syndrom hat und deswegen arbeitsunfähig ist.

Bei ihm war das ein Prozess über mehrere Jahre, er hatte einen gut bezahlten Job in einer angesehenen Firma,
doch leider stimmte das Arbeitsklima nicht und die immer höher werdenden Erwartungen an ihn, haben ihn irgendwann überfordert.
Er sagt, dass er irgendwann wie in einer anderen Welt gelebt hat und seine Wahrnehmung zur Realität sehr verschwommen war.

Bei ihm entwickelte sich eine starke Depression und diverse psychosomatische Erkrankungen (u.a. Asthma),
denen er von der Heilung her gar nicht mehr nachkommen konnte bis er zusammen brach.

Das Problem ist, wenn man versucht alles zu geben, alle Wünsche von anderen zu erfüllen und dabei selber auf der Strecke bleibt,
irgendwann nimmt man sich selbst kaum noch wahr und man bekommt den Eindruck in einer anderen Welt zu leben usw.

Es muss bei einer Überlastung nicht zwingend zum Burn-Out kommen,
wenn man aufmerksam ist um die Veränderungen mit einem Selbst wahr zu nehmen und dann entgegen zu wirken,
man sollte jedenfalls nicht einfach weiter funktionieren,
sondern sich selbst auch mal eine Auszeit gönnen um zu sich zurück zu finden.


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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Re: Burn-Out-Syndrom

Beitragvon Mike » 22. Dez 2010 - 10:14


"Beim Burn-out verbrennt nicht der Mensch sondern bloß der DSchmarrn, den er sich hat ins Hirn setzen lassen"


Da kann ich nur zustimmen. Nachdem ich vor mittlerweile ziemlich genau einem Jahr (ein paar Monate nach Erstellen dieses Themas) soweit war, sozusagen "über die Burnout-Klinge zu hüpfen", hat sich seitdem vieles geändert. Es war eine grausame Zeit, aber es ist wie bei einer Krankheit: Fieber ist nicht das Problem, es ist die LÖSUNG. Es verbrennt und heilt. Ebenso ist es mit dem Burnout. Manche benötigen einen kleinen Schups in die richtige Richtung, bei anderen wiederum muss etwas mehr Kraft dahinter stecken.

Hat man allerdings die Kraft und den Willen, wieder rauszukommen aus der Misere, wird man eben sehr schnell erkennen, was bisher alles falsch lief. Und ist man lernfähig, wird man künftig so manches anders angehen als zuvor. Im Grunde genommen nichts anderes als Geschichte: Altes muss vergehen, damit Neues entstehen kann.
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