Buddhismus

Forum: Glaubensfragen - Geheimbünde


Religiöse Weltanschauungen und Sinngebungssysteme. Religionspsychologie, Religionsgeschichte, spirituelle Religion, Religionsphilosophie und eigene Ansichten.




Buddhismus

Beitragvon Nibiru » 29. Mai 2009 - 21:30


Haben wir einen Buddhisten hier? Kann mir jemand sagen ob Buddhismus zum glücklich sein führen kann?
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Re: Welches Buch lest ihr im Moment?

Beitragvon Mike » 29. Mai 2009 - 21:48


Soweit ich mich erinnern kann führt der wahre Buddhismus mit Sicherheit nicht zum "Glück", da GLÜCK ein rein weltliches Gefühl ist, wohingegen man im Buddhismus die Nicht-Existenz anstrebt, in welcher sämtliche Empfindungen aufgelöst sind, in welchem man eben einfach nicht mehr existiert. Somit wäre das Streben nach Erreichen eines Glückszustandes wohl vielmehr ein Hindernis im Buddhismus.

"Glück" ist zudem ein sehr wandelbarer Begriff. Manche Menschen definieren Glück durch Reichtum, andere durch Liebe, durch eine Lebenspartnerin, wieder andere durch die Erfüllung ihrer sexuellen Wünsche. Reichtum und sexuell-materialistische Glück-Wünsche dürften wohl so ziemlich die ersten sein, die man im Buddhismus zu überwinden hat. Liebe als Gefühl, Liebe frei von Besitzwillen kommt meines Erachtens erst wesentlich später.

Letzten Endes ist es jedenfalls nie das Glück, wodurch wir lernen und uns entwickeln. Es ist immer der Pfad des Leidens, der uns am meisten Möglichkeiten bietet, zu lernen.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Re: Welches Buch lest ihr im Moment?

Beitragvon Nibiru » 29. Mai 2009 - 22:20


Mike hat geschrieben:Soweit ich mich erinnern kann führt der wahre Buddhismus mit Sicherheit nicht zum "Glück", da GLÜCK ein rein weltliches Gefühl ist, wohingegen man im Buddhismus die Nicht-Existenz anstrebt, in welcher sämtliche Empfindungen aufgelöst sind, in welchem man eben einfach nicht mehr existiert. Somit wäre das Streben nach Erreichen eines Glückszustandes wohl vielmehr ein Hindernis im Buddhismus.


Das war mir auch klar, diese Philosophie beeinflusst auch meine aktuelle Lebensansicht und Philosophische Lehre.

Dennoch, frage ich mich inwiefern das glücklich sein im Buddhismus anwendbar ist. Mir geht es eher darum glücklich zu sein, in seelischer hinsicht. Nicht durch materialismus. Ich will aufwachen und Glücklich sein, obwohl ich weiss, dass das Leben leid bedeutet. Ich will in der Nacht im Bett liegen, und glücklich sein - ohne Grund. (Bisher war es so dass ich eher nicht schlafen kann, oder Albträume habe oder zuviel nachdenke nüber alles). Ist das möglich im Buddhismus ? Soviel ich mitbekommen habe, scheint das zu gehen. Der Dalai Lama z.b. scheint sich damit ja auch zu befassen.
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Re: Buddhismus

Beitragvon Mike » 30. Mai 2009 - 09:04


Ah, jetzt, das Thema wurde geteilt... daher konnte ich meinen Beitrag nicht mehr finden ;-)



Ok, jetzt verstehe ich, was du meinst. Ich würde das aber weniger als "glücklich sein" sondern eher als "ausgeglichen sein" bezeichnen. Und das wiederum sollte durchaus im Buddhismus möglich sein. Und das wiederum impliziert, dass du das Leid in der Welt nicht nur "erkennst", sondern es auch akzeptierst und als Bestandteil deines Lebens annimmst, ohne jedoch in das Fahrwasser zu kommen, dass du es akzeptierst ohne etwas dagegen zu tun.

Das Leben mag viel Leid bereit halten, aber wo ein negativer Zustand ist, ist zugleich auch ein positiver vorhanden, der das Gleichgewicht hält.
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Re: Buddhismus

Beitragvon Nibiru » 30. Mai 2009 - 14:36


Das klingt interessant. Denkst du, du kannst dazu Literatur empfehlen ?
Ich hab mir schonmal überlegt ob ich nicht in eine Buddhistische Einrichtung gehe hier bei mir in der Stadt, und mir anhöre was die so machen/sagen.
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Re: Buddhismus

Beitragvon Mike » 30. Mai 2009 - 15:14


Um ehrlich zu sein... nein, ich kann dazu keine Literatur empfehlen, da ich mich mit Buddhismus noch nicht großartig auseinandergesetzt habe (mit Ausnahme der Bhagavadgita und der Katha-Upanishad). Das, was ich über Buddhismus weiß, weiß ich größtenteils noch aus dem Religionsunterricht, in Form von Unterrichtsmaterialen.

Was mir beim Buddhismus jedoch nicht zusagt, ist ihre Einordnung der "Realität" als Maya, als "Täuschung". Denn ich bin der Meinung, dass die Realität im Hier und Jetzt genauso wirklich ist wie das Jenseits und wie andere Welten/Schwingungsebenen. Natürlich gilt es nach wie vor, das Hier und Jetzt gewissermaßen zu überwinden. Aber die Beweggründe sind anders.

Ich war vor zwei Jahren Mal kurz davor, dass ich mich auch in so ein "Buddhistisches Zentrum" begebe. Aber ich bin kein Geselligkeits-Mensch, und ich habe eine Abneigung gegen Glaubensgemeinschaften, da der Glaube für mich etwas sehr Persönliches ist. Vorträge zu besuchen hingegen wäre sicher ganz interessant - aber anschließen würde ich mich ihnen nicht.
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Re: Buddhismus

Beitragvon Nibiru » 30. Mai 2009 - 15:20


Ich sprach auch weniger von anschließen. Am Perfektesten wäre ja eine Art Buddhistisches Kloster, in dem man mir die Lehren verdeutlichen könnte, damit ich weiss worum es geht oder sowas in der Art.. Naja, so bleiben mir halt doch nur die Bücher...Ich bin Glaubensgemeinschaften und Menschen nämlich genausoabgeneigt ;)
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Re: Welches Buch lest ihr im Moment?

Beitragvon Thanatos » 30. Mai 2009 - 21:04


Nibiru hat geschrieben:Ich will aufwachen und Glücklich sein, obwohl ich weiss, dass das Leben leid bedeutet. Ich will in der Nacht im Bett liegen, und glücklich sein - ohne Grund. (Bisher war es so dass ich eher nicht schlafen kann, oder Albträume habe oder zuviel nachdenke nüber alles). Ist das möglich im Buddhismus ? Soviel ich mitbekommen habe, scheint das zu gehen. Der Dalai Lama z.b. scheint sich damit ja auch zu befassen.


Mal ganz stupide und naiv gefragt:
Wieso bist Du es nicht einfach?
Brauchst Du dazu die Lehren anderer?
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Re: Welches Buch lest ihr im Moment?

Beitragvon Nibiru » 31. Mai 2009 - 16:31


Thanatos hat geschrieben:
Nibiru hat geschrieben:Ich will aufwachen und Glücklich sein, obwohl ich weiss, dass das Leben leid bedeutet. Ich will in der Nacht im Bett liegen, und glücklich sein - ohne Grund. (Bisher war es so dass ich eher nicht schlafen kann, oder Albträume habe oder zuviel nachdenke nüber alles). Ist das möglich im Buddhismus ? Soviel ich mitbekommen habe, scheint das zu gehen. Der Dalai Lama z.b. scheint sich damit ja auch zu befassen.


Mal ganz stupide und naiv gefragt:
Wieso bist Du es nicht einfach?
Brauchst Du dazu die Lehren anderer?


Ich hab den Grund bis jetzt noch nicht gefunden.
Offenbar brauch ich etwas, woran ich mich orientieren kann..Oder ich kann meine Einstellung von selbst nichtmehr von Negativ auf Positiv umstellen, so sehr ich es auch probiere.
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Re: Buddhismus

Beitragvon Svart-Vinter » 31. Mai 2009 - 18:03


Das ein Mensch Lichtblicke braucht, um glücklich oder auch motiviert zu sein, finde ich ganz normal, aber:

Nibiru hat geschrieben:Oder ich kann meine Einstellung von selbst nichtmehr von Negativ auf Positiv umstellen, so sehr ich es auch probiere



Erstmal solltest Du Dir darüber im Klaren werden, warum Du nicht glücklich bist, was ist der Grund dafür?
Beantworten musst Du diese Frage nicht, aber stelle sie Dir doch selber mal.

Man sollte das Problem an der Wurzel bearbeiten und nicht blind darauf los indem man sich z.B. mit Buddhismus beschäftigt und darauf hofft,
das dieses Thema einen zum erhofften Glück bringt, das wird nicht funktionieren.
Ich vermute bei Dir eine depressive Verstimmung, auch wenn ich kein Arzt bin, aber ich kann Schlüsse ziehen, Du selbst sagst,
dass Du es von alleine nicht mehr schaffst...

Genau das spricht für meine Vermutung.


Viele Grüße.
...und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...
Svart-Vinter

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