Borderline-Persönlichkeitsstörung

Forum: Psychopathologie - Psychische Störungen


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Borderline-Persönlichkeitsstörung

Beitragvon leanabh gealaich » 13. Jul 2008 - 01:42


Ich dachte eigentlich, der Smiley wäre offensichtlich genug...
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Borderline-Persönlichkeitsstörung

Beitragvon Hagazussa » 13. Jul 2008 - 02:14


Deinen Smilie habe ich schon gesehen, dennoch ist mir nicht klar, wo du da den Zusammenhang siehst...

eanabh gealaich hat folgendes geschrieben
Ein bisschen BL steckt wohl in jedem, bei manchen sind diese Wesenszüge wohl ausgeprägter.

Wie kommst du denn darauf?

Ich habe in keinster Weise einen Hang zur BL.
Worauf stützt du deine Theorie?
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Borderline-Persönlichkeitsstörung

Beitragvon Svart-Vinter » 13. Jul 2008 - 09:12


Ich denke, einige Eigenschaften oder Wesenszüge die beim BL häufig auftreten,
treten auch ohne die Krankheit bei Menschen oder Indigo-Kindern auf.

Manchmal denke ich auch, dass viele psychische Erkrankungen eine Erfindung sind.
Wenn man sich etwas einredet oder jemand anderes einem etwas einredet, dann glauben grad labile Menschen irgendwann daran.


Viele Grüße.
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Borderline-Persönlichkeitsstörung

Beitragvon leanabh gealaich » 13. Jul 2008 - 14:47


Einen Zusammenhang zwischen BL und Indigos gibt es nicht, daher ja der Smiley... Es gibt aber Menschen, die der Meinung sind, dass BL lediglich eine Mutation der Wesenszüge darstellt, die den "Betroffenen" mehr oder weniger die Gründung einer neuen Rasse gefühlsgesteuerter Menschen ermöglicht.
Ich halte das für Quatsch und reines "Schönreden" von teilweise gravierenden Problemen.


Ich denke, einige Eigenschaften oder Wesenszüge die beim BL häufig auftreten, treten auch ohne die Krankheit bei Menschen [..] auf.


Eben. Menschen haben Gefühle. Gefühle sind oft irrational und können negatives bewirken. Viele Menschen haben Angst, verlassen zu werden. In einem gewissen Maß ist das normal. Auch kommt es bei vielen ein- oder zweimal im Leben zu einer autoaggressiven Verhaltensweise. Impulsiv handeln auch viele Menschen, ohne den Stempel "Borderline" zu haben. Und laut Studien hat wohl jeder zweite (?) Mensch irgendwann in seinem Leben mal eine depressive Episode.
Aber: Die Menge machts! Das ganze Konstrukt "Borderline" ist im Grunde ja nur menschliches Verhalten. Aber es hat eben die Grenze des "Normalen" teilweise weit überschritten, ist außer Kontrolle geraten und völlig unberechenbar.
Vergleichbar mit einem Zug. Nimmt man an, der Mensch ist ein Zug, der auf den kontrolliert geführten Schienen der Normalität fährt. Bei manchen Menschen taucht unvorhersehbar plötzlich ein großes Hindernis auf dem Gleis auf. Der Zug kann nicht stoppen, denn er ist dazu bestimmt, immer weiter zu fahren. Er prallt auf das Hindernis (=Trauma) mit voller Wucht auf, er entgleist. Die zwei Metallschienen mit den Bohlen dazwischen, die ihn all die Jahre so wunderbar gehalten haben, sind plötzlich weg. Ein normaler Zug würde stoppen, wenn er entgleist. Aber der Borderline-Zug fährt weiter. Ohne Gleise, ohne Kontrolle. Ohne die Möglichkeit anzuhalten. Er stürzt in Schluchten, er touchiert Hindernisse.. Er verliert Waggons und Passagiere, aber er kann nicht anhalten.
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Re: Borderline-Persönlichkeitsstörung

Beitragvon Tristesse » 4. Dez 2008 - 22:17


leanabh gealaich hat geschrieben:
Eben. Menschen haben Gefühle. Gefühle sind oft irrational und können negatives bewirken. Viele Menschen haben Angst, verlassen zu werden. In einem gewissen Maß ist das normal. Auch kommt es bei vielen ein- oder zweimal im Leben zu einer autoaggressiven Verhaltensweise. Impulsiv handeln auch viele Menschen, ohne den Stempel "Borderline" zu haben. Und laut Studien hat wohl jeder zweite (?) Mensch irgendwann in seinem Leben mal eine depressive Episode.
Aber: Die Menge machts! Das ganze Konstrukt "Borderline" ist im Grunde ja nur menschliches Verhalten. Aber es hat eben die Grenze des "Normalen" teilweise weit überschritten, ist außer Kontrolle geraten und völlig unberechenbar.
Vergleichbar mit einem Zug. Nimmt man an, der Mensch ist ein Zug, der auf den kontrolliert geführten Schienen der Normalität fährt. Bei manchen Menschen taucht unvorhersehbar plötzlich ein großes Hindernis auf dem Gleis auf. Der Zug kann nicht stoppen, denn er ist dazu bestimmt, immer weiter zu fahren. Er prallt auf das Hindernis (=Trauma) mit voller Wucht auf, er entgleist. Die zwei Metallschienen mit den Bohlen dazwischen, die ihn all die Jahre so wunderbar gehalten haben, sind plötzlich weg. Ein normaler Zug würde stoppen, wenn er entgleist. Aber der Borderline-Zug fährt weiter. Ohne Gleise, ohne Kontrolle. Ohne die Möglichkeit anzuhalten. Er stürzt in Schluchten, er touchiert Hindernisse.. Er verliert Waggons und Passagiere, aber er kann nicht anhalten.


Dies unterschreibe ich sofort, denn dieser Erklärung dieser "Krankheit" trifft nur allzu gut darauf zu. Jedoch möchte ich hinzufügen, dass der Zug nicht entgleist, sondern auf ein holpriges Gleis entweischt, neben dem "normalen" Gleis weiter fährt. Dieses kaputte Gleis wurde selbst durch die eigene Psyche erbaut und immer wieder von neuem selbst mit Steinen versehrt und dies dabei bewusst auch selbst nicht wahrnimmt, aber im nachhinein erst die Auswirkungen bemerkt, die dadurch entstanden sind.
Ich denke Borderline ist auf eine komplexe Art und Weise eine Störung des "Aktion - Reaktion- Verhältnisses" des eigenen Ichs, beeinflusst durch Emotionen und Werte, die in "einschneidenden Erlebnissen" falsch dargestellt, wahrgenommen wurden und somit zur Wahrheit des eigenen Ichs wurden. Konfrontiert man diese "falschen" gelernten Emotionen mit den Emotionen, die wie ich denke, in jedem Menschen von Grundauf verankert sind und dann später durch das Umfeld (Gesellschaft, etc) definiert werden , entsteht ein Zusammenprall, der nicht mehr kontrolliert werden kann. Die selbe Emotion prallt aufeinander, aber wird zweigleisig wahrgenommen. So müssen Borderliner im Prinzip die Emotionen in ihrer richtigen Auffassung und Umsetzung erlernen, was die "dialectical behavior therapy (DBT) " im Grunde genommen bezwecken will.

Um einen Schwank aus meinem Leben zu erzählen, damit ich meine Meinung stützen kann.
Bei mir wurde im Alter von 13 Jahren Borderline diagnostiziert und ich habe eine 5 Jährige Theraphie hintermir, teilweise auch stationär. Dennoch bin ich heute der Meinung, dass diese "Krankheit" keine Krankheit ist und dass ich in diesem Sinne geheilt bin. Und wenn es unheilbar wäre, wäre ich wohl der Gegenbeweis dafür.
.unausprechbar ist und namenlos, was meiner Seele Qual und Süße macht und auch noch der Hunger meiner Eingeweide ist.
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Borderline-Persönlichkeitsstörung

Beitragvon Fanny » 8. Dez 2008 - 23:00


Also bei mir wurde im Spital Borderline diagnostiziert wobei ich kein wirklich "schwerer" Fall bin.
Also ich denke jeder Mensch hat Borderline-Verhaltenszüge. Es kommt eben darauf an wie schwer sie sind bzw ob sie einen im Leben behindern.
Leider gibt es viele Menschen die keine Hilfe annehmen oder keine Hilfe wollen. Ich habe jetzt seit 6 Jahren Therapie und war schon 3 mal stationär in einer Klinik. Gegen die starken Stimmungsschwankungen gibt es Medikamente die Recht gut helfen.
Also ich denke wenn man an der Krankheit was ndern will kann man es auch irgendwie schaffen. Es dauert eben nur mal seine Zeit.
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Re: Borderline-Persönlichkeitsstörung

Beitragvon Svart-Vinter » 6. Okt 2009 - 18:56


Danke für Deinen Beitrag, Fanny.

Ich habe auf einer unserer Partnerseiten ( www.borderlinesyndrom.net ) einen interessanten Link gefunden.
Es geht um eine "psychologische Erzählung" zum Thema Borderline: Familienstürme

Vielleicht interessiert es jemanden von Euch.


Viele Grüße.
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Re: Borderline-Persönlichkeitsstörung

Beitragvon Lucivar » 7. Feb 2010 - 16:48


So

Ich hab jetzt erstmal viele Dinge geklaert.

Erstens, ich habe besagten Menschen mit den ehrlichsten Worten angesprochen, dass wir ueber den Umgang zwischen uns reden muessen. Fazit: Bruch. Wir haben NICHTS mehr miteinander zu tun und ruecklbickend fand ich das ueberaus notwendig.

Etwas Borderline steckt in jedem von uns. Bloeder Satz. Ein bisschen hyperventilieren steckt in jedem von uns, immerhin atmen wir alle. So in etwa hoert er sich fuer mich an.

Ich fasse meine Studien zusammen.
Borderliner sind IMMER auch narzisstisch veranlagt, welche Form des Narzissmus genau sei dahingestellt.

Borderliner sind zu heftigen Gefuehlen in der Lage - aber nicht fuer lange. Eine Liebe zu nem Bordi aufbauen bitte, aber auf eigene Gefahr. Denn die Wahrscheinlichkeit, verlassen zu werden ist hoeher als hoch.

Nicht alle Bordis sind Missbrauchsopfer. Ich glaube, viele Psychologen draengen sie einfach da rein "was? missbraucht? alles klar, Sie haben Borderline"....ach so?

Viele Bordis berichten von schlimmen Familienverhaeltnissen. Aber sie sind auch nicht wirklich einfache Personen, sie sind launisch, Kleinigkeiten fassen sie zu krass auf, sie schlagen mit spitzen Waffen um sich und beschweren sich dann toetlich beleidigt, wenn man mal zurueck piekst. Fazit: wenn die Eltern sie mal anschreien, kann das durchaus daran liegen, dass die Bordis sie mit ihrem Verhalten dazu regelrecht ZWINGEN

Bordis sind definitiv krank und brauchen eigentlich Hilfe. Sie schwanken bei Respektspersonen zwischen Verehrung und tiefsten Misstrauen und Missgunst.

Bordis haben einen ueberirdischen Sinn fuer die Gefuehle in ihrem Mitmenschen, ungefaehr in gleichem Maß, wie sie fuer ihre eigenen blind sind. Ein Bordi durchschaut seinen Gegenueber schneller, als der denken wuerde. Sie haben Antennen fuer Stimmungen etc und koennen sehr einfuehlsam auf jemanden reagieren. KOENNEN. Sie empfinden es aber nicht. Der Mensch ist eine Abwechslung und es ist ein Spaß und ein Spiel, neue Menschen der Sammlung hinzuzufuegen. Denn lange bleiben sie nie. Auch, wenn sich ein Mensch besonders behandelt und verstanden fuehlt: den Bordi beruehrt das weniger.

Hiermit lege ich Bordis ad acta.

"Du magst Eis, du magst Eis, du liebst Eis, du kannst ohne Eis nicht leben, ohne Eis bist du hoffnungslos, deine Existenz ist sinnlos - ohne Eis. Ohne Eis bist du ein Scheiss."

Lucivar

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Re: Borderline-Persönlichkeitsstörung

Beitragvon ~Borderline~ » 14. Sep 2011 - 10:49


hi,
ich selbst bin Borderliner-diagnostiziert wurde es öffentlich und doch zu spät 2003 beim Glaubwürdigkeitsgutachten vor Gericht gegen meinen damaligen Pflegevater,der mich im Alter von 11 Jahren sexuell missbrauchte.
Da gewesen ist es schon immer.
Aus meiner Lebensgeschichte ist deutlich ersichtlich,was die Ursachen dafür sind.

~ich kam im Alter v.2 Monaten in ein Säuglingsheim,wurde hin und wieder zur leiblichen Mutter "beurlaubt",aber es scheiterte an allem-sie hatte ständig neue partner mit großem Gewaltpotenzial und alkoholabhängig-diese schlugen mich stets Krankenhausreif,lag immer auf der Intensivstation,meine Mutter interessierte das alles nicht u.sie war nie da u.wenn,dann schaffte sie es nicht mal,mich wenigstens ordentlich zu ernähren-lag also selbst wegen Unterernährung oder Vergiftung im Krankenhaus.
Nach den Krankenhausaufenthalten landete ich immer wieder im Kinderheim u.dennoch bekam sie vom Jugendamt immer wieder die Chance,sich zu beweisen,das sie es hätte besser machen können.
Immer wieder gab man mich auf Probe zu ihr-sie lernte nichts daraus.
Sperrte mich eine Woche lang in einen dunklen kalten Keller in Schlafzeug und ihne Essen ohne Nichts.
~dann kam ich nach Bahratal ins Kinderheim und durfte kurzweilig mal Kind sein.
~im Alter v.10 Jahren kam ich in eine Pflegefamilie-von der Pflegemutter v.Anfang an abgelehnt und als Konkurrentin gesehen und vom Pflegevater dann mit 11 missbraucht.

das war die Kurzform meiner Story
~Borderline~

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