Barack Obama - George Bush und die US Wahl

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Barack Obama - George Bush und die US Wahl

Beitragvon Svart-Vinter » 28. Okt 2008 - 14:06


Demnächst steht die Wahl zum neuen Präsidenten an.

Am 04. November 2008 ist es wieder soweit, Bush darf nach 8 Jahren gehen, zumindest fast, denn sein Amt endet erst 2009.
Ich hatte vor einiger Zeit einen Artikel in der Zeitung gelesen,
dass Barack Obama schon seit längerem 11 eigene Bodyguards hat, die ihn ständig bewachen.

In den USA wurde seit dem es die Wahlen zum Präsidenten gibt, mindestens ein Versuch des Attentats auf jeden Präsidenten gestartet.
Aber warum ist es ausgerechnet in den USA so?

Leider habe ich die Zeitung nicht mehr da, aber 4 von den Attentaten waren erfolgreich, sprich tödlich.
Die Angst vor einem erneuten Attentat auf Barack Obama ist sehr verbreitet, gerade aufgrund seiner Hautfarbe.

Wobei ich nicht glaube, dass dies der einzige Grund ist, vor was haben also seine Gegner noch Angst?
Ich glaube, dass Barack ein guter Kandidat für die Position ist.

In der aktuellen Ausgabe der Spiegel Zeitschrift wird Bush als Ruinator erklärt, wird es Barack Obama besser machen?

Der Stern über Bush hat geschrieben:Aus dem mitfühlenden Konservativen Bush wurde der polarisierende Hardliner, aus dem Versöhner der Spalter.
Ein Kriegspräsident. Er hat zwei Kriege begonnen, und wusste danach nicht, wie er sie beenden sollte.
Er hat die Bürgerrechte der Amerikaner beschnitten, die Vereinten Nationen belogen, das internationale Recht verachtet,
Folter und Geheimgefängnisse geduldet und dem Ansehen Amerikas in der Welt geschadet.
Er hat zu spät reagiert, als in New Orleans die Dämme brachen und die Finanzkrise lange geleugnet. Er ist ein Präsident, der vor seinen Trümmern steht.


Quelle: http://www.stern.de/politik/ausland/:Ge ... 43440.html


Mich würden Eure Meinungen dazu interessieren.


Viele Grüße.
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Beitragvon Mike » 28. Okt 2008 - 19:20


Amerikanische Wahlen interessieren mich nicht wirklich, hab mich auch weder mit McCain (gabs da nicht Pommes?) noch mit Obama wirklich auseinandergesetzt. Aber was mir tierisch auf den Keks geht ist dieser Obama-Hype. Obama ist der Größte, der Beste, der Allwissende, jeder liebt ihn, er ist das Strahlemännchen der Nation und alles wird besser, wenn er an der Macht ist. Zumindest, wenn man den Medien Glauben schenken darf.

Letzten Endes ist es in meinen Augen fast egal, wer Präsident wird. Die Versprechen, die während des Wahlkampfes gemacht werden, gelten danach nicht mehr - ähnlich wie bei uns.
Der Stolz des Philosophen erstarb in mir; der Schmerz des Menschen gewann die Oberhand und das kommende Licht der Sonne erfüllte mich mit Mutlosigkeit.
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Beitragvon Svart-Vinter » 5. Nov 2008 - 14:11


Ich denke, nachdem Bush soviel Zerstörung über Amerika und nicht nur darüber gebracht hat,
dürfen die Einwohner wieder hoffen und das machen sie auch und ich gönne ihnen das.

Obama hat diese Wahl gewonnen und nun kann man wirklich hoffen, dass er mit den Trümmern die Bush hinterlässt fertig wird.
Immerhin steht er nun vor 2 sinnlosen Kriegen und der Weltfinanzkriese.

Ich finde Barack sehr sympathisch und er scheint kein Verfechter des Krieges zu sein, ich kann mich täuschen,
aber ich glaube in dem Mann steckt was Gutes.

Hier kann man sich die Siegesrede anschauen:

- http://www.rtl.de/rtlaktuell/rtl_aktuel ... 3145&pos=2 -


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Beitragvon Mike » 5. Nov 2008 - 14:40


Die Einwohner hoffen, ja. Aber wie hieß es bei den Römern schon? Pane et circenses... Brot und Spiele. Nichts ist vorbei, es ist einfach nur unter die Oberfläche gerutscht. Politiker sind nun Mal verlogen - alle, die es nicht sind, kommen nicht Mal in die Nähe eines solchen Amtes. Diejenigen, die Bush an die Macht gebracht haben, haben auch dafür gesorgt, dass Obama jetzt an die Macht kommt. Es stecken immer die selben dahinter, das sollte man nicht vergessen.

Ich will nur unseren Kanzler Schröder erwähnen, der sich offiziell gegen den Krieg im Iran/Irak gestellt hat. Was war wirklich los? Unsere Soldaten haben dort unten inoffiziell die Ziele mit Laser markiert, so dass die Amis ihre Bomben abwerfen konnte. Viele standen hinter Schröder, weil er sich gegen den Krieg aussprach. Aber was gesagt und was gemacht wird, das sind zwei unterschiedliche Paar Stiefel. Wie bei allen Politikern in Machtpositionen.

Seine Pläne und bisherigen Tagen, wie man sie z.B. auf Wikipedia gefunden hat, mögen ja stellenweise ganz in Ordnung gewesen sein. Aber wer seinen Sieg mit den Worten "Wir sind nicht Weisse, nicht Schwarze, nicht hetero oder homosexuelle, sondern wir sind alle Amerikaner" beginnt, den kann ich persönlich nicht auch noch beglückwünschen für diese Aussage. Die Menschen sind nun Mal nicht alle gleich. Man würde auch nie auf die Idee kommen, Wolf und Hund gleichzustellen, obwohl sie der gleichen Familie zuzuordnen sind/waren. Damit werte ich niemanden ab, es ist eine vollkommen wertungsfreie Aussage. Menschen sind nicht gleich. Und werden es auch nie sein.

Es wäre natürlich wünschenswert, wenn sich etwas ändern würde. Aber ich persönlich glaube nicht daran. Denn selbst, wenn Obama eine "gute Seele" wäre - in dieser Position ist man erpressbar und jeder Mensch hat irgendwie Dreck am Stecken. Man ist nur eine Marionette. Die Fäden werden von anderen gezogen.
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Beitragvon Svart-Vinter » 5. Nov 2008 - 16:05


Warten wir es ab...

Ich weiß natürlich, dass es schon viele leere Versprechungen gab und es in jeder Politik gibt,
aber alleine das jetzt ein dunkelhäutiger am langen Hebel in den USA sitzt, mag eine große Wende zu verheißen.

"Wir sind nicht Weisse, nicht Schwarze, nicht hetero oder homosexuelle, sondern wir sind alle Amerikaner"


Er sprach damit zu seinem Volk, den Amis... nicht zu der ganzen Welt und was er damit sagen wollte ist,
dass keine Unterschiede mehr gemacht werden sollen, die jemanden zu einem schlechteren Menschen machen.

Mensch ist Mensch, egal ob schwarz, weiß, homosexuell oder sonst was, das war die Botschaft und ich finde sie gut,
er hat damit den Nagel auf den Kopf getroffen.

Es steckt nicht mehr und nicht weniger hinter dieser Aussage, Baracks Ziel ist es,
sich für alle benachteiligten Menschen einzusetzen um spüren zu lassen, dass sie genau so Mensch sind wie alle anderen auch.

Wenn man so will, hat er damit denjenigen den Krieg erklärt, die in ihrem Schubladendenk-Wahn vergessen,
dass sie genau das sind, was sie gerade verurteilen... nicht besser, aber trotzdem Mensch!

Ich habe es jedenfalls so verstanden.
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Beitragvon Mike » 5. Nov 2008 - 16:56


Natürlich sprach er zu dem amerikanischen Volk (sofern man es so nennen mag, diesen Schmelztigel der Kulturen). Aber das amerikanische Volk ist für viele andere Menschen die Vorlage. Wieviele Jugendkulte, wieviele Fresstempel, wie viele idiotischen Fernsehsendungen gibt es z.B. in Deutschland, die ihrem US-amerikanischen Idol nacheifern? Ich will nicht leugnen, dass es auch gute Dinge gibt, die aus Amerika kommen. Es geht mir hier nur um die "Vorbild-Funktion" der USA. Das Land, das allen anderen Ländern die Freiheit und die "Demokratie" schenkt. Das Land, das sich selbst genau so sieht!

Vielleicht erscheine ich jetzt etwas paranoid... aber in diesen Zeiten der Leere musste etwas Neues her in Amerika. Etwas Sensationelles. Etwas, das von der Finanzkrise und den Kriegen ablenkt bzw. nicht damit assoziiert wird. Und zwar ein schwarzer Präsident. Das schürt die Hoffnung der Leute, weil sie es als gutes Vorzeichen sehen. "Sowas gab es noch nie, jetzt MUSS alles anders werden!". Vielleicht übertreib ich es oder sehe es zu schwarzmalerisch... aber ich hatte nicht selten Recht damit, und das bestärkt mich in meiner Annahme ;-)

Mensch ist eben NICHT gleich Mensch. Jeder Mensch hat seine individuellen Begabungen, so wie auch jedes Volk ihre eigene Kultur hat. Ich bewundere die Asiaten für ihre Freundlichkeit und ihre Traditionen, aber ich würde z.B. keine Beziehung mit einer Asiatin eingehen. Ich respektiere den Iran ehrlich gesagt auch mehr als die USA.
Wenn alle Menschen gleich sind, dann hätten auch alle Menschen die gleichen Rechte. Und dann hätte der Iran das Recht darauf, seine eigene Politik aufzubauen, so wie er es für richtig hält. Wenn alle Menschen gleich wären, welches Recht hätte dann eine Nation, über eine andere Nation zu richten, die sich nicht Mal im Krieg befunden hat?

Und nur so am Rande, für die Kirche waren auch alle Menschen Kinder Gottes, und dennoch wurden sie auf dem Scheiterhaufen verbrannt...

Ich bin nicht der Meinung, dass man andersartige Menschen (egal welcher Art, mit Ausnahme von Kinderschändern und Vergewaltigern) umbringen sollte, aber man kann auch nicht einfach hergehen und einen Nietzsche, einen Wagner oder einen Goethe mit Menschen gleichsetzen, die einer Sucht verfallen und ihr ganzes Leben aufgeben, weil sie nur oberflächlich dahinvegetieren.
Ein Handwerksmeister wird wohl seltenst nebenbei seinen Professor in Psychologie machen, ebensowenig wie ein Psychologie-Professor wohl selbst ein eigenes Haus bauen wird (oder könnte). Das spricht aber keinem von beiden den Wert ab.
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Beitragvon Hagazussa » 6. Nov 2008 - 21:53


Erstmal bin ich sehr froh darüber, das Obama gewonnen hat. :D

Das schwierige an der Sache ist nur, das Obama einen "Trümmerhaufen" hinterlassen bekommen hat und die Erwartungen an ihn ziemlich hoch sind.

Nur, das wird er nicht so einfach alles mal eben ändern können.

Auf diesem Mann lastet ganz schön viel...
Er muß das in Ordnung bringen, was der "tolle" Bush vergeigt hat.
Und nach 8 Jahren wird das wohl nicht so ganz einfach werden, denke ich.
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Beitragvon Mike » 6. Nov 2008 - 22:44


Bush war für viel Negatives verantwortlich. Aber nicht er allein hat Amerika zu dem gemacht, was es ist. Ich mag Bush auch nicht, aber ich finde es durchaus etwas ärgerlich, wie in den Medien polarisiert wird. Auf der einen Seite steht Bush, das absolut Böse, während auf der anderen Seite unser Strahlemann Obama, das personifizierte Gute steht. So steht es momentan in fast jeder Zeitung.

Amerika hat weit vor Bush schon ungerechtfertigte Kriege geführt und Krisen hervorgerufen. Ich erwähn nur das Schweinebuchtmassaker. Hiroshima und Nagasaki. Vietnam. Die Bombardierung Dresdens (nach Kriegsende und obwohl nur Zivilisten und keinerlei militärisches Arsenal vorhanden waren!!!!). So ziemlich jeder Präsident hatte Dreck am Stecken, aber nicht er allein entscheidet, ob man Krieg führt oder nicht.

Ich finde es auch irgendwie ganz amüsant, diese Massenhysterie für den amerikanischen Wahlkampf. Interessiert sich überhaupt ein Bruchteil dieser Leute für den Wahlkampf im eigenen Land? Und während bei Bush jeder gelästert hat, dass Bush als Ölmilliardär ja ewig viel Geld in den Wahlkampf pumpen konnte, ist es auf ein Mal bei Obama vollkommen in Ordnung, dass er während der Finanzkrise Millionen und Abermillionen für den Wahlkampf ausgibt?
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Beitragvon Hagazussa » 8. Nov 2008 - 21:11


@Mike
Du magst vllt Recht haben, aber....du solltest Obama dennoch nicht vorverurteilen.

Abwarten... :D

Mike hat folgendes geschrieben
Ich finde es auch irgendwie ganz amüsant, diese Massenhysterie für den amerikanischen Wahlkampf.

Vergiß nicht, das die meisten Menschen nicht wirklich "denken"....
Ich erwähne nur kurz am Rande: Modern Talking :kicher:
Also ich wundere mich nicht wirklich über diese Massenhysterie. Das ist wohl der gewisse "Gruppenzwang".

Ich sehe die Sache eher sachlich. Jeder sollte eine Chance bekommen.
Mir ist Obama sehr sympathisch und ich freue mich darüber, das er gewonnen hat.

Wir werden ja sehen, was er so bewirkt....Oder auch nicht...
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Beitragvon Mike » 10. Nov 2008 - 01:10


Die meisten Menschen denken nicht, der Rest denkt, dass er denkt...

Und ich vorverurteile jden und behalte meist Recht damit ;-) Mag eingebildet und arrogant klingen, aber ich verurteile wen und wann ich will, da ich auch meistens in 99% der Fälle damit im Recht bin. Ob nun Empath oder Psychopath, diese Einschätzung überlass ich den Anderen :con:
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