Wir alle kennen den Spruch: Aus den Augen - Aus dem Sinn.
Wahrscheinlich habt ihr diesen Spruch sogar schon sprichwörtlich erlebt oder erfahren.
Ich weiß noch, dass ich mir als Jugendliche mit diesem Spruch über verflossene Lieben hinweg geholfen haben und irgendwann konnte ich spüren, dass dieser Spruch in der Tat irgendwann immer zu trifft.
Je mehr Zeit vergeht umso weniger schmerzhaft wird die Erinnerung an etwas, was aber nichts mit dem Prinzip -dass Zeit alle Wunden heilt- zu tun hat, denn Wunden können auch nur schlummern und nach vielen Monaten und Jahren wieder aufreißen.
Warum schwinden die genauen Erinnerungen und Gefühle, wenn man etwas nicht mehr sieht?
Es ist sicherlich ein psychologischer Effekt, aber wie kann man das erklären? Was genau passiert im Gehirn beim Eintreten diesen Falles?
Ich möchte mal ein Beispiel nennen: Zwei Menschen die sich nahe stehen, sehen sich durch welche Umstände auch immer auf einmal nicht mehr... 1 Monat.... 2 Monate... 3.... anfangs stört das noch ungemein, man macht sich Gedanken um diesen Menschen, man hat Gefühle und mit den Monaten schwinden diese Gedanken um den Menschen, man fragt sich nicht mehr wie es ihm geht, man verliert das Interesse, man zieht auch in Betracht, ob man nicht schon wieder bereit ist, sich an einen neuen Menschen zu binden...
Warum verliert man diesen Bezug, wenn man jemanden oder etwas nicht mehr sieht? Ist das bei jedem so oder gibt es da von Mensch zu Mensch Unterschiede?
Ist dieser Effekt der Gleiche wie jener, wo man einen Menschen durch den Tod verliert? Überwindet man die Trauer dann auch nach diesem Prinzip?
Viele Grüße.

![[ Anstaltsleitung ] [ Anstaltsleitung ]](./images/ranks/Admin.gif)