Auftragsmörder - Der Job des Profikillers

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Auftragsmörder - Der Job des Profikillers

Beitragvon Svart-Vinter » 4. Mär 2008 - 11:59


Jeder vierte Mord wird von einem Auftragskiller begangen.

Ein Foto, ein paar Angaben zum Tagesablauf und 50 000 Euro genügen und das Opfer wird nie mehr gesehen.
20 aktive Killer arbeiten in jeder europäischen Metropole, schätzen Experten.

Angeheuert werden sie immer öfter - und das von ganz normalen Bürgern...

Wer sind die Männer, die für Geld töten?

Die Antwort ist simpel: Es sind Männer, die töten "können".

Weil sie eine entsprechende Ausbildung haben - oft als Soldaten, Söldner, Polizisten.
Oder, vor allem in Amerika und Russland, in engen Kontakt zu Gangs oder dem organisierten Verbrechen stehen.
Viele Auftragsmörder weisen zudem eine "anti-soziale Persönlichkeitsstörung" auf - einen Defekt,
der sie selbst abscheuliche Gewalten vollkommen emotionslos durchführen lassen.

Womit arbeiten sie?

Bei Auftragsmorden werden fünfmal öfter Schusswaffen eingesetzt als bei herkömmlichen Morden.

Der Grund: Sie töten schnell, zuverlässig und sind handlich.
Die zweit beliebteste Waffe ist der berüchtigte "stumpfe Gegenstand" - meist kommen Eisenstangen oder Baseballschläger zum Einsatz.
Vorteil: Sie lassen sich nicht zurückverfolgen und gelten als untypische Waffen für Profikiller.
Die Tat erscheint somit oft als Raubüberfall.

Wie engagiert man einen Auftragskiller?

Am besten, indem man gute Verbindungen zum organisierten Verbrechen pflegt -
die Jungs beschäftigen zwar überwiegend Killer aus den eigenen Reihen, kenne aber auch Profis "von außen".
Zweite Alternative: Man sitzt im Gefängnis - die Chance dort auf Personen zu stoßen,
die zumindest Kontakt zu einem Auftragsmörder herstellen können, liegen bei geschätzten 65 Prozent.

Wer heuert Killer an?

Ganz oben auf der Liste stehen betrogene und verlassene Liebespartner:
Einer Studie zufolge geben vor allem Frauen Morde in Auftrag und fast immer ist das Opfer die neue Lebensgefährtin ihres Expartners.
Meistens allerdings scheitern solche Taten bereits in der Planungsphase,
weil die Kunden an verdeckte Ermittler geraten, an Betrüger - oder verpfiffen werden.
In Russland hingegen werden die meisten Morde in Auftrag gegeben, um Geschäftskonkurrenten loszuwerden.
Und in Rio de Janeiro beschäftigen ganze Stadtviertel eigene Killer.
Ihr Auftrag: die Eliminierung lästiger Krimineller.


Ein sehr bekannter Profikiller, der mittlerweile seine Taten im Gefängnis einbüßt ist Richard Kuklinski,
auch bekannt unter dem Pseudonym "The Iceman".

Bild

Kein Killer hat länger und erfolgreicher gemordet als er.

In 30 Jahren begeht der Amerikaner geschätzte 200 Morde, tötet unter anderem für die Mafia.
Seine Bewährungsprobe: Er soll wahllos einem Spaziergänger ins Gesicht schießen. Kuklinski besteht.
1988 wird er zu zwei lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt, diese sitzt er in Trenton, New Jersey (USA) ab.

Ein Mörder, der gesteht:

"Das Standard-Modell ist simpel: hingehen, abdrücken, weggehen.
Hat natürlich den Nachteil, dass man gelegentlich den Falschen erwischt, wenn die Fotovorlage schlecht ist, aber das ist auch kein Problem.
Die Nachbesserung ist ja im Preis inbegriffen."

Der Mann, der diese Worte sagt, lächelt nicht und er macht auch keine Witze.
Sein Markenzeichen ist die Verschleierung des Todeszeitpunkts durch Einfrieren der Leichen -
eine Masche, mit der er 30 Jahre lang Ermittler in die Irre führt.

Er schaffte es über die ganzen Jahre hinweg, seinen Nebenjob vor Frau und Kindern geheim zuhalten.

Geschnappt wurde er durch einen sogenannten "Kardinalfehler". Ein Undercover-Agent beauftragte ihn, einen Mord zu begehen.
Richard überprüfte diesen Mann nicht ausreichend und tappte somit in die Falle.

Mehr Infos zu diesem Mann:

- http://www.forensischepsychologie.de/do ... linski.htm -

Hier eine 6-teilige (englische) Videoserie zum Thema: Richard Kuklinski:

1. - Klick
2. - Klick
3. - Klick
4. - Klick
5. - Klick
6. - Klick

Quelle der Auszüge: Zeitschrift - Welt der Wunder


Da bleibt einem erstmal die Spucke weg.


Viele Grüße, Vision.
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Beitragvon Mr. Spout » 28. Apr 2008 - 14:12


Morde sind heutzutage üblich, das menschliche Leben ist nichts mehr wert. Es zählt nur Geld. Und Geld stinkt nicht, auch wenn es in die blutbefleckten Hände eines Mörders wandert.
Das Wissen, welches manche Zeitgenossen zu haben glauben, ist nicht jenes, welches in sich selbst gespiegelt wird.
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Beitragvon Hagazussa » 28. Apr 2008 - 20:46


War das nicht schon immer so, das Geld nicht stinkt?
Aber das rechtfertigt doch das ermorden von Menschen nicht.

Leider gibt es Leute, denen das andere Leben nichts wert ist.
Aber ich denke das es Kranke oder Menschen, ohne jegliches Gefühl sind.
Was ich wieder auf deren Kindheit schiebe...
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Beitragvon Mr. Spout » 28. Apr 2008 - 22:16


Hierzu müssten wir die Frage beantworten: Was ist das, das einen gewöhnlichen Menschen davon abhält, zu töten? Was ist das, das diesen Menschen fehlt?
Das Wissen, welches manche Zeitgenossen zu haben glauben, ist nicht jenes, welches in sich selbst gespiegelt wird.
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Beitragvon Svart-Vinter » 28. Apr 2008 - 22:28


Mr.Spout hat geschrieben:Was ist das, das diesen Menschen fehlt?


Verstehe ich das jetzt falsch oder denkst Du, dass Menschen die nicht töten "unnormal" sind?

Studien belegen definitiv, dass kein Mensch böse geboren wird, sondern das im Laufe seines Lebens,
vor allem in der Kindheit eine Verkettung ungünstiger Situationen passieren, so das ein Mensch böse wird.

Es gibt auch sehr wenige Menschen, die einfach aus Spaß töten, aber meistens steckt da doch eher eine verkorkste Kindheit hinter.

Dazu werde ich demnächst noch einen sehr interessanten Artikel schreiben.


Liebe Grüße.
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Beitragvon Mr. Spout » 28. Apr 2008 - 23:21


Was ist überhaupt "normal"? Im Tierreich ist es "normal" zu töten, seinen Widersacher einfach per Gewalt aus dem Weg zu schaffen. Die Norm beim Menschen scheint es zu sein, nicht zu töten. Wer tötet, ist nicht "normal". Was gibt uns das Recht, einfach Normen aufzustellen, in die der Mensch gepresst wird?
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Beitragvon Lirias » 28. Apr 2008 - 23:42


Weil wir unsere Gesellschaft so entwickelt haben. Nur mit dem Recht des Stärkeren würden wir in Anarchie versinken.
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Beitragvon Hagazussa » 29. Apr 2008 - 19:07


Es ist überhaupt nicht "normal", das im Tierreich getötet wird...
Tiere töten nur um zu überleben und um sich zu ernähren.

Eine Ausnahme wären zwar die Revierkämpfe aber die sind ebenfalls
nicht auf's töten programmiert, sondern nur um einen Eindringling zu
vertreiben. Was natürlich nicht immer ohne Wunden und Verletzungen
von statten geht.

Tiere handeln durch ihren Instinkt....Menschen nicht...
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Beitragvon kriegnix » 29. Apr 2008 - 20:08


Es ist überhaupt nicht "normal", das im Tierreich getötet wird...
Tiere töten nur um zu überleben und um sich zu ernähren.

Ist das nicht ein Widerspruch in sich....?Wenn ein Tier tötet um zu überleben, ist das das Normalste der Welt, wie bitteschön sollten sie sonst an die Nahrung kommen? Raubtiere haben keine andere Möglichkeit.
Auch töten neue Rudelführer die Nachkommen ihres Vorgängers um ihr eigenes Erbgut weiterzugeben...auch das ist normal.
Wer rechtschreipfähler vindet, darf sie behalten.....
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Beitragvon Hagazussa » 29. Apr 2008 - 20:30


Nein, das ist kein Wiederspruch...
Ich hatte ja gesagt, das Tiere aus Instinkt handeln.
Auch das neue Rudelführer, den Nachwuchs seines Vorgängers töten ist
mir bekannt.
Denn in der Natur überlebt nur der Stärkere....Ergo, muß der Nachwuchs
des Schwächeren weg.
Aber das ist auch eine "Instinkthandlung".
Das kann man nun in keinster weise mit einem Auftragskiller in Verbindung bringen.
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