Ein Foto, ein paar Angaben zum Tagesablauf und 50 000 Euro genügen und das Opfer wird nie mehr gesehen.
20 aktive Killer arbeiten in jeder europäischen Metropole, schätzen Experten.
Angeheuert werden sie immer öfter - und das von ganz normalen Bürgern...
Wer sind die Männer, die für Geld töten?
Die Antwort ist simpel: Es sind Männer, die töten "können".
Weil sie eine entsprechende Ausbildung haben - oft als Soldaten, Söldner, Polizisten.
Oder, vor allem in Amerika und Russland, in engen Kontakt zu Gangs oder dem organisierten Verbrechen stehen.
Viele Auftragsmörder weisen zudem eine "anti-soziale Persönlichkeitsstörung" auf - einen Defekt,
der sie selbst abscheuliche Gewalten vollkommen emotionslos durchführen lassen.
Womit arbeiten sie?
Bei Auftragsmorden werden fünfmal öfter Schusswaffen eingesetzt als bei herkömmlichen Morden.
Der Grund: Sie töten schnell, zuverlässig und sind handlich.
Die zweit beliebteste Waffe ist der berüchtigte "stumpfe Gegenstand" - meist kommen Eisenstangen oder Baseballschläger zum Einsatz.
Vorteil: Sie lassen sich nicht zurückverfolgen und gelten als untypische Waffen für Profikiller.
Die Tat erscheint somit oft als Raubüberfall.
Wie engagiert man einen Auftragskiller?
Am besten, indem man gute Verbindungen zum organisierten Verbrechen pflegt -
die Jungs beschäftigen zwar überwiegend Killer aus den eigenen Reihen, kenne aber auch Profis "von außen".
Zweite Alternative: Man sitzt im Gefängnis - die Chance dort auf Personen zu stoßen,
die zumindest Kontakt zu einem Auftragsmörder herstellen können, liegen bei geschätzten 65 Prozent.
Wer heuert Killer an?
Ganz oben auf der Liste stehen betrogene und verlassene Liebespartner:
Einer Studie zufolge geben vor allem Frauen Morde in Auftrag und fast immer ist das Opfer die neue Lebensgefährtin ihres Expartners.
Meistens allerdings scheitern solche Taten bereits in der Planungsphase,
weil die Kunden an verdeckte Ermittler geraten, an Betrüger - oder verpfiffen werden.
In Russland hingegen werden die meisten Morde in Auftrag gegeben, um Geschäftskonkurrenten loszuwerden.
Und in Rio de Janeiro beschäftigen ganze Stadtviertel eigene Killer.
Ihr Auftrag: die Eliminierung lästiger Krimineller.
Ein sehr bekannter Profikiller, der mittlerweile seine Taten im Gefängnis einbüßt ist Richard Kuklinski,
auch bekannt unter dem Pseudonym "The Iceman".
Kein Killer hat länger und erfolgreicher gemordet als er.
In 30 Jahren begeht der Amerikaner geschätzte 200 Morde, tötet unter anderem für die Mafia.
Seine Bewährungsprobe: Er soll wahllos einem Spaziergänger ins Gesicht schießen. Kuklinski besteht.
1988 wird er zu zwei lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt, diese sitzt er in Trenton, New Jersey (USA) ab.
Ein Mörder, der gesteht:
"Das Standard-Modell ist simpel: hingehen, abdrücken, weggehen.
Hat natürlich den Nachteil, dass man gelegentlich den Falschen erwischt, wenn die Fotovorlage schlecht ist, aber das ist auch kein Problem.
Die Nachbesserung ist ja im Preis inbegriffen."
Der Mann, der diese Worte sagt, lächelt nicht und er macht auch keine Witze.
Sein Markenzeichen ist die Verschleierung des Todeszeitpunkts durch Einfrieren der Leichen -
eine Masche, mit der er 30 Jahre lang Ermittler in die Irre führt.
Er schaffte es über die ganzen Jahre hinweg, seinen Nebenjob vor Frau und Kindern geheim zuhalten.
Geschnappt wurde er durch einen sogenannten "Kardinalfehler". Ein Undercover-Agent beauftragte ihn, einen Mord zu begehen.
Richard überprüfte diesen Mann nicht ausreichend und tappte somit in die Falle.
Mehr Infos zu diesem Mann:
- http://www.forensischepsychologie.de/do ... linski.htm -
Hier eine 6-teilige (englische) Videoserie zum Thema: Richard Kuklinski:
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Quelle der Auszüge: Zeitschrift - Welt der Wunder
Da bleibt einem erstmal die Spucke weg.
Viele Grüße, Vision.

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