Ich lese ja nicht oft in irgend ner Zeitung, aber wenn ich es dann doch tue, stolpere ich über Gehirnfürze wie diese Nachricht:
http://www.welt.de/politik/bildung/article3475324/Schulen-sollen-Noten-und-Sitzenbleiben-abschaffen.html
Glauben realitätsfremde Politiker denn tatsächlich, dass die Abschaffung von Noten die Schüler fördern würde? Es gilt immer noch: Der WETTSTREIT fördert die eigenen Fähigkeiten. Erst der Gedanke, sich mit anderen messen zu wollen, spornt einen an. Was wäre Fußball ohne Zählen von Toren, die Olympischen Spiele ohne Medaillen.
Es gibt nun Mal Schüler, die nicht gut in der Schule sind, dafür aber andere Qualitäten haben. Ausserdem gibt es Schüler, die bis zur 11. Klasse Gymnasium ziemlich bescheiden sind, im Studienleben allerdings aufblühen und nen 1,x-Schnitt hinlegen (davon kenne ich ein paar).
Ich komme mir zwar irgendwie hochnäsig vor, wenn ich das sage: Aber wenn jeder Vollidiot, der lieber kifft und sich die Hucke vollsäuft während der Schulzeit genausoweit kommt wie jemand, der seine ganze Zeit mit Lernen verbringt - wo ist dann noch Sinn und Zweck von SchulBILDUNG?
Für mich ist dieser Artikel nur ein weiteres Zeichen der versuchten Gleichmachung der Menschen. Denn von Förderung individueller Fähigkeiten lese ich gar nichts.

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